Freitag, 8. Januar 2010

07.01.10 Bali

Heute war Ausflugstag und das hieß für uns, dass wir um 7.00 Uhr aus dem Bett mussten. Wie immer gönnten wir uns ein ausgiebiges Frühstück und fanden uns dann um 8.30 Uhr in unserer Ausflugsecke ein.

Dort stand bereits Kajun, unser Fahrer kurz darauf ging es vor das Hotelportal zum eleganten schwarzen Toyota mit beigen Ledersitzen.

Unser Kajun stellte sich nochmals vor und erzählte uns dann einiges über Riten und Religion. Wir fanden es faszinierend zu hören, dass auf Bali 80% der Bevölkerung Hindus sind, die dreimal täglich beten. Jedes Haus besitzt einen eigenen Tempel und alle drei Monate findet eine Zeremonie in einem der drei Ortstempel statt. Bali hat ca. 5.000 Tempel. Zwei davon würden wir zu sehen bekommen.

Zuerst jedoch ging es nach Batubulan, wo wir eine Tanzaufführung des balinesischen Barong-Tanzes erlebten. Im balinesischen Glauben gibt es das Gute und das Böse, die nebeneinander existieren. Dabei ist der Barong ein mystisches Wesen, das die auf der Erde existierenden guten Kräfte repräsentiert.



Daneben gibt es Rangda. Das ist die Königin der Hexen, die das Böse verkörpert.



Die dort dargestellten Szenen ähnelten der Zeremonie, die normalerweise im Tempel gezeigt wird. Wir fanden die Darstellung teilweise etwas kindlich und überzogen. Sehr schön anzusehen waren zwei Mädchen, die den Legong tanzten. Begeistert waren wir auch von den farbenfrohen Kostümen.



Am Ende der Vorstellung sahen wir einige Tänzer, die sich im Trance-Zustand mit einem Messer in den Körper stachen ohne zu bluten. Um sie aus dem Trance-Zustand zu lösen, besprengte ein Tempelpriester die Tänzer mit heiligem Wasser.

Nach der vielbeklatschten Vorstellung fuhren wir weiter und hatten das große Glück, ein balinesisches Haus von innen sehen zu dürfen. Es war uns erst ein wenig unangenehm, die Familie bei ihren täglichen Verrichtungen zu stören, aber anscheinend lebt die Familie von den Spenden der Besucher.

Die Wohnung bestand aus mehreren Häusern, die sich hinter einer Mauer verbargen. Wir waren sehr erstaunt zu sehen, dass jeder Raum in einem eigenen Haus untergebracht war. So gab es ein Gebäude als Kinderschlafzimmer, ein Gebäude für die Eltern, ein Küchenhaus, ein Ort, an dem die Toten vor der Verbrennung aufgebahrt werden und hinten im Eck gab es einen Tempel und eine Art Denkmal für die verstorbene Großmutter.





Neben dem Haus fanden wir verschiedene Körbe, in denen einzeln Hühner gehalten wurden und einen Käfig in dem zwei Landaks lebten.

Auf unserer Weiterfahrt sahen wir noch einige dieser “Häuser” und Kajun erzählte uns, dass vor dem “Einfallen” der Touristen vor 30 Jahren jedes balinesische Haus so aussah.

Überhaupt ist uns aufgefallen, dass die etwas gammelig wirkenden Verkaufsbuden eher in den Touristenorten zu finden waren. Weiter im Landesinneren waren die einzelnen Orte sehr gepflegt und vor allem die vielen Tempel sehr aufwendig gestaltet.

Bald kamen wir zu unserem ersten Tempel, den wir besichtigen wollten, dem “Taman Ayun Tample”. Bevor wir die Tempelanlage überhaupt betreten durften, mussten wir einen Sarong anziehen.

Dann kam die Schwerstarbeit für Mirjam und Kajun, die Beate bei über 40 °C im Schatten mehrere Stufen hinauf und wieder hinunter schleppen mussten.





Bald gelangten wir in das Innere der Tempelanlage und es war etwas verwirrend für uns, die vielen verschiedenen Darstellungen von Gott auseinander zu halten.



Wir bewunderten die Gebäude und bald darauf ging es wieder weiter.

Auf unserem Weg kamen wir durch Dörfer, die alle für ein spezielles Kunsthandwerk bekannt waren. So gab es einen Ort, der hauptsächlich Holzschnitzereien anfertigte, dann kamen wir durch den Gold- und Silberort, das nächste Village hatte hauptsächlich Steinmetzarbeiten zu bieten und wieder in einem anderen Dorf gab es Malereien, später noch Töpferarbeiten und Papierdrachen.

Etwa eine Stunde später kamen wir zum Tempel “ Pura Tirtha Empul”, wobei das Wort “Tirtha” “heiliges Wasser” bedeutet. Bei diesem Tempel gab es Quellen, deren Wasser in einem Steinbassin gesammelt wurde. Dort brachten die Balinesen ihre Opfergaben und reinigten sich mit dem heiligen Wasser. Das heißt, dass dort auch fröhlich geplantscht wurde.



Im Inneren der Tempelanlage (wieder einmal ging es Treppen hinauf und hinunter) trafen wir wieder auf die vielen figürlichen Darstellungen und dieses Mal auch auf einige Balinesen, die dort beteten.



Für uns war es auch spannend, dass Kajun eine Opferschale aus Kokosnussblättern vorne im Auto stehen hatte. Auf unsere Frage erklärte er, dass man für einen guten Tag diese Schale aufstellt und mit Reis, Blüten und Räucherstäbchen bestückt. Einige Reiskörner werden an die Stirn geklebt.

Der Hinduismus ist schon sehr verschieden zur christlichen Religion und wir waren erstaunt, dass jeder, aber auch wirklich jeder, hier sehr spirituell ist und an die Kraft der Gottheiten glaubt.

Zurück im Auto waren wir gerade ein paar Meter gefahren, als der große Regen losbrach und uns einen Strich durch weitere Unternehmungen machte. Eigentlich wollten wir noch einen Gewürzgarten mit Kakao- und Kaffeepflanzen besichtigen und dann eine ausgiebige Fahrt durch die Reisfelder unternehmen. Dies fiel im wahrsten Sinne des Wortes völlig ins Wasser.



Nach kurzer Zeit waren die Straßen halbwegs überflutet und in Deutschland hätte man wahrscheinlich direkt alles abgesperrt. Hier jedoch fuhren alle, ob mit dem typischen Moped oder mit dem Auto, durch die riesigen Pfützen, die eher an Seen erinnerten und die Fontänen spritzten auf beiden Seiten der Straße bis in die Läden.

Noch ein Wort zum Straßenverkehr: wir waren auf jeden Fall froh, ein Auto mit Fahrer gemietet zu haben, denn bei zwei Spuren fuhren drei bis vier Autos nebeneinander und dazwischen drängelten die vielen Mopedfahrer. Dazu kam noch der Linksverkehr und ob es hier wirklich Verkehrsregeln gab, wurde uns bis zum Schluss nicht klar. Auf jeden Fall fuhren wir meistens mitten auf der gestrichelten Linie und wenn es was zu überholen gab, dann immer bei durchgezogener Mittellinie. Rote Ampeln wurden gerne mal übersehen aber immerhin wurde bei jeder Gelegenheit gehupt.



Wir waren froh, dass wir in einem klimatisierten Auto saßen, denn jedes Mal, wenn wir ausstiegen, schlug uns wieder diese heiße, feuchte Luft entgegen.

Ziemlich erschöpft, aber um einige Erfahrungen reicher kamen wir um 15.00 Uhr wieder im Intercontinental an. Wir waren richtig hungrig und müde, schafften es gerade noch bis ins Restaurant und gönnten uns dort typisch balinesische Saté-Spieße mit Erdnusssoße.

Danach machten wir ein kleines Mittagschläfchen, denn nun fing es auch hier in Jimbaran an zu regnen. Mirjams Erkältung hatte sich nun zu einem starken Husten und Schnupfen ausgeweitet und um es nicht noch schlimmer zu machen, verbrachten wir einen gemütlichen Abend im Zimmer und widmeten uns dem Berichteschreiben.

Mittwoch, 6. Januar 2010

06.01.10 Bali

Nach unserem ausgiebigen Frühstück mit balinesischer Musik, exotischen Früchten und gesunden Getränken machten wir uns auf den Weg zur Ausflugs-Ecke.





Dort ließen wir uns beraten, was man sich auf Bali am besten ansieht, wobei wir nur einen halben Tag durch die Gegend fahren wollten. Wir fanden eine geeignete Route und buchten für den nächsten Tag einen Ausflug. Das wurde auch langsam Zeit, denn uns blieben nur noch zwei Tage bis zum Abflug nach Singapur.

Bei einer Temperatur von 37 °C und fast 100 % Luftfeuchtigkeit musste man sich zur Aktivität zwingen, denn bei jeder Bewegung geriet man ins Schwitzen. Also schnappten wir uns wieder unsere Pooltücher und der nächste Weg war der zum Pool.

Wir kamen an unserer Einkaufspassage vorbei und sahen interessant geschmückte Läden. Eine der Verkäuferinnen erzählte uns, dass heute nicht nur die russische Weihnacht im Hotel gefeiert, sondern auch ein spezieller balinesischer Markt stattfinden würde.



Es ist hier schon sehr auffällig, wie viele russische Gäste ihren Urlaub auf Bali verbringen. Als deutsche Urlauber sind wir hier eindeutig in der Minderzahl. Das Hotelgelände ist jedoch so groß, dass man sich nirgendwo ins Gehege kommt und es gibt weder Gedrängel am Frühstücksbuffet noch in den Restaurants.
Auch die Liegen stehen so weit auseinander, dass man sich von den anderen Gästen nicht gestört fühlt.

Heute verließen wir unsere Liege etwas früher, sahen uns die Vorbereitungen für die abendliche russische Weihnachtsfeier an und machten einen Rundgang durch die riesige Hotelanlage.







Dann wartete unsere Pflichtaufgabe, das Berichtschreiben auf uns. Das hatten wir in den letzten Tagen ein wenig vernachlässigt. Das bedeutete für uns, dass wir an diesem Tag etwas fleißiger sein mussten. So wurden nicht nur die Berichte des Vortages nachgeholt sondern auch die Zusammenfassung für Australien erstellt.

Die Schreiberei, das Hochladen der Bilder und das Einstellen in den Blog beansprucht jeden Tag einige Zeit und das Internet ist hier recht teuer, so dass wir uns nur einige Stunden leisteten und diese effektiv nutzen mussten. Das heißt, dass wir nur kurz unsere Mails abrufen konnten und uns dann dem Blog widmen mussten.

Abends machten wir endlich den schon längst geplanten Bummel durch die Geschäfte. Schon seit Tagen lachten uns die tollen Kleider in der Boutique und die eleganten Schmuckstücke beim Juwelier an. Außerdem schlenderten wir über den balinesischen Kunstmarkt, dessen Batik-Bilder und Holzschnitzereien uns faszinierten.

05.01.10 Bali

Mirjams Halsweh wurde etwas besser und unsere Planungen auch. Nach dem Aufstehen nahmen wir unsere Pooltücher und belegten erst einmal unseren bevorzugten Sonnenplatz.

Dann wurden wir wie immer mit Verbeugungen und freundlichen Grüßen im Speisesaal willkommen geheißen. Das Frühstück war wieder einsame Spitze und danach fütterten wir die Fische im Teich, an dem wir immer sitzen.



Es war sehr nett anzusehen, wie die riesigen Kois versuchten, einen Bissen abzubekommen. Meistens jedoch schnappten andere Fische ihnen die besten Brocken weg.

Danach machten wir einen kleinen Spaziergang zum vorderen Bereich des Hotels, um uns die Anlage mal bei Tageslicht anzusehen. Als wir ankamen, war es ja bereits stockdunkel.





Auch heute gönnten wir uns einen Ruhetag am Pool und Mirjam konnte sogar wieder im Meer baden. Nachmittags bestellten wir uns ein Sandwich und waren froh, dass wir unter einem Schirm lagen, so dass wir bei einem tropischen Regenguss nicht ganz durchnässt wurden.

Abends besuchten wir das elegante italienische Restaurant des Hotels und waren uns einig, dass es besser wirklich nicht geht, was die Bedienung und die Speisen angeht. Als wir an den Tisch geführt wurden, begeisterte uns schon die Tischdeko mit Platztellern in schwarz und gold. Da wunderte man sich auch nicht mehr über das goldene Besteck.



Das Brot, das uns sofort serviert wurde, war noch heiß und knusprig und mit dem dazu gereichten Oliven-Öl und Balsamico-Essig ein Gaumenschmaus. Kurz darauf überraschte man uns mit einem kleinen Gruß aus der Küche.

Als Vorspeise teilten wir uns eine Portion Bruscetta und zum Hauptgang nahm Mirjam ein Pilz-Risotto und Beate eine Lasagne. Als die Speisen kamen, waren wir verblüfft, wie original italienisch hier auf Bali gekocht wird.

Zum Nachtisch genehmigte sich jeder von uns ein Eis, denn es war immer noch drückend heiß und wir mussten uns direkt beeilen, damit uns die Nachspeise nicht davon floss.

Auf dem Rückweg zum Zimmer machten wir einen Abstecher auf die Tanzfläche, legten einen flotten Jive aufs Parkett und hatten uns dann unsere Nachtruhe wirklich verdient.

Dienstag, 5. Januar 2010

04.01.10 Bali

Es ist schon sehr urlaubsmäßig, wenn man morgens einfach nur seinen Bikini und leichte Kleidung anziehen kann und dann direkt im Hotel frühstückt.

Für heute Morgen hatten wir uns vorgenommen, mal den speziellen Speiseraum für Singaraja-Gäste auszuprobieren. Dieses Frühstück fand in den Räumen des italienischen Restaurants statt. Wir sahen uns kurz um und fanden das Buffet etwas kleiner als im Hauptrestaurant und um nach draußen zu gelangen, mussten zwei Stufen überwunden werden.

Das war uns dann doch zu aufwendig und wir nahmen unser Frühstück wieder da ein, wo wir am Tag vorher schon waren. Auf dem Weg kamen wir über den Poolbereich und mussten gleich mal feststellen, dass es hier genauso ist wie sonst überall auf der Welt: Fast alle Liegen waren schon belegt. Notgedrungen passten wir uns dieser dummen Sitte an und belegten zwei Liegen mit den Poolhandtüchern des Hotels.

Im Restaurant gab es wieder andere Speisen auf dem Buffet und so fiel uns die Auswahl ganz schön schwer. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Pool und breiteten uns gemütlich aus.



Mirjam wollte ein Bad im Meer nehmen, verzichtete dann aber darauf und war ruck-zuck wieder auf der Liege. Im Zimmer hatten wir bereits eine Warnung vorgefunden, dass zur Zeit das Phänomen “Red Tide” stattfindet, in dem rote Algen angeschwemmt werden, die toxisch wirken. Für Menschen sind diese Pflanzen ungefährlich, aber es schwammen eine Menge tote Fische im schönen Indischen Ozean.

So hofften wir darauf, dass das mit dem Wasser am nächsten Tag wieder besser würde. Um sich viel zu bewegen, war es einfach viel zu heiß und so lagen wir rum und ruhten uns aus. Es ist auch mal schön, nichts zu tun und den ganzen Tag zu schlafen, zu reden oder zu lesen.

Am späten Nachmittag überkam und dann doch ein Hungergefühl und wir hissten die Fahne. Bald kam ein Kellner und wir bestellten eine Pizza. Sie wurde uns mit Tablett und Korbhaube gebracht.



Nachdem wir gesättigt waren, ging es aufs Zimmer, wo wir erst mal eine Duschorgie veranstalteten. Zum Abendessen wollten wir außerhalb des Hotels zu einem Seafood-Restaurant laufen. Dieser Versuch wurde jedoch schnell vereitelt. An der Straße war es laut, staubig und ziemlich dunkel. Da war es fast unmöglich, mit dem Rollstuhl allen Unebenheiten und Schlaglöchern auszuweichen.

Also gingen wir unverrichteter Dinge wieder zurück und begaben uns ins sichere Pool-Restaurant. Dieses Mal spielte dort eine sechsköpfige Kapelle und wir konnten uns nicht zurückhalten und tanzten einen Cha-Cha, eine Rumba und einen Jive. Das war eine sehr schweißtreibende Angelegenheit und deshalb genehmigten wir uns einen tollen Cocktail.



Dann war es Zeit für die Nachtruhe.

03.01.10 Bali

Um 8.30 Uhr erwachten wir pünktlich und von Jetlag keine Spur! Außerdem knurrte uns der Magen und wir freuten uns auf unser Frühstücksbuffet, das wir mitgebucht hatten.

Hatten wir gestern geschrieben, dass mehr Luxus wirklich nicht mehr geht? Da hatten wir noch nicht das Frühstück in dieser Luxusherberge erlebt. Denn das war ein Erlebnis. Ganz besonders gefreut hat uns auch, dass es bis 11.00 Uhr Frühstück gibt - also richtig was für uns Langschläfer und jetzt sind wir ja auch richtig im Urlaub ohne Reisestress.

Wir hatten uns entschieden, am ersten Tag mal in den großen Frühstücksraum zu gehen. Für uns standen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: entweder im allgemeinen Frühstücksraum zu essen oder im speziellen Singaraja-Frühstücksraum.

Wir sind im Singaraja-Flügel untergebracht, in dem außerdem zusätzlich zum Standard eine spezielle Lounge gehört, die 24 Stunden geöffnet ist und neben einem Concierge auch Zeitungen, Kaffee, Tee, Gebäck und verschiedene Getränke kostenlos anbietet. Da kann man nicht meckern.

Aber was uns im Frühstücksraum erwartete, das schlägt wirklich alles. Erst einmal wurden wir wieder mit den typischen gefalteten Händen und der Verbeugung begrüßt und dann zu unserem Tisch draußen geführt. Wir saßen an einem Teich unter einem Sonnenschirm, denn schon um diese Zeit war es sehr heiß und in der Sonne nicht auszuhalten.

Um dorthin zu gelangen, kamen wir am Buffet vorbei. So etwas haben wir wirklich noch nie gesehen. Wir würden mindestens 2 Wochen brauchen, um alles mal zu probieren.

Es gab Dutzende von Brotsorten. Daneben standen die süßen Teilchen, von denen es beim Bäcker nicht mehr Auswahl geben kann. Außerdem gab es Waffeln und Crepes mit 10 (!) verschiedenen Soßen . Dann kamen die unzähligen Yoghurts, Müslis, Cornflakes, etc. Gleich nebenan fand man eine balinesische Theke mit speziellen Gerichten. Dann kam der thailändische Tisch mit Hünchencurry, verschiedenen Reissorten, Fleisch, usw., usw. Daneben bereitete ein Koch alle Eierspeisen direkt frisch zu. Dass alle Säfte, die dann folgten frisch gepresst waren, versteht sich somit wohl von selbst. Am Stand daneben standen Schüsseln mit Bergen von exotischen Früchten und ein weiterer Mitarbeiter erklärte den gesunden Kräuterdrink des Tages. Auf der mittleren Theke gab es diverse Käse- und Wurstsorten und geräucherten Fisch.



Immer wenn wir von unserem Tisch durch die Tür in den Speisesaal gingen, wurden wir wieder willkommen geheißen und beim Hinausgehen ein schöner Tag oder guten Appetit gewünscht. Natürlich mussten wir die Tür nicht selber öffnen, das wurde immer vom Personal erledigt. Wir waren völlig erschlagen von dieser einmaligen Vielfalt und wussten wirklich nicht, was wir zuerst essen sollten. Aber als wir uns zurechtfanden, bekamen wir richtig Appetit und schlugen gewaltig zu.

Und weil wir so mitten in der Natur saßen, sahen wir plötzlich einen Vogel, der sich in den Teich stürzte und einen Fisch fing. Gleich neben uns auf der Mauer machte er es sich bequem und verschlang seine Beute.



Nach etwa einer Stunde kam die Sonne um die Ecke und schien teilweise auf unseren Tisch. Sofort standen zwei Mitarbeiter bereit und entschuldigten sich vielmals für dieses Missgeschick. Wir konnten an einen anderen Tisch umziehen und unsere gesamten gesammelten Teller, Schüsseln und Tassen wurden uns nachgetragen. Es war uns schon fast etwas peinlich, sich so bedienen zu lassen. Morgen werden wir uns etwas früher auf den Weg machen, damit wir uns für das Frühstück noch mehr Zeit lassen können.

Um 11.30 Uhr hatten wir unser Treffen mit dem TUI-Mitarbeiter, der uns alles über Bali und die Ausflugsmöglichkeiten berichtete. Jetzt werden wir uns mal beraten, was wir hier unternehmen werden.

Heute jedoch stand uns der Sinn nicht danach und wir machten uns mit unserem Handtuch auf den Weg zum Pool. Nach einigem Suchen fanden wir zwei schöne Holzliegen, die wir uns von einem Mitarbeiter unter einen Baum ziehen ließen, so dass wir im Schatten liegen konnten.

Beate war ganz begeistert von einem weiteren Luxus im Poolbereich. Hier muss man natürlich nicht winken, wenn man einen der vielen Kellner auf sich aufmerksam machen möchte. Nein, es steht auf dem Holztisch ein Holzklötzchen, in dem seitlich eine weiße Fahne steckt, die man dann umsteckt, so dass sie in die Höhe zeigt. Daraufhin eilt dann gleich ein hilfreicher Geist heran - eben einfach Luxus pur!

Kurz darauf probierte Mirjam gleich mal das Meer aus, das direkt an den Poolbereich angrenzt. Ganz begeistert kam sie zurück und berichtete, dass der Indische Ozean nicht nur mit tollen Wellen sondern auch mit einer Temperatur von über 28 °C überzeugen kann.



Als wir dann mal so lagen, wollten wir gar nicht mehr aufstehen. Die dicken Auflagen, die eher an Matratzen erinnerten und die tollen Pooltücher sorgten dafür, dass wir uns auf unserem Schattenplätzchen bei 30 °C und leichtem Wind so richtig wohl fühlten.

Um 18.00 Uhr ging es zum Styling ins Zimmer. Leider war der versprochene Duschstuhl für Beate noch immer nicht eingetroffen und nach einem Anruf kam bald ein Mitarbeiter und brachte einen Kunststoffhocker, der aber wohl aus dem Kinderbereich und eher für 3-jährige geeignet war. Nach Rücksprache mit dem Manager wurde dann genehmigt, dass Beate den Holz-Terrassenstuhl zum Duschen verwenden dürfe - es gibt in diesem eleganten 5,5 Sterne-Hotel einfach keine Plastikhocker. Der Einfachheit halber entschied Beate sich dann aber, die Badewanne der Dusche vorzuziehen.

Somit kam nun nach 3 Monaten endlich das schon lange mitgeschleppte Badebrett zum Einsatz und Beate duschte in (bzw. auf) der Badewanne.

Weil Mirjam schon 2 Tage Halsschmerzen hatte, die sich immer mehr verschlimmerten, riet uns unser Concierge, doch die hoteleigene Klinik aufzusuchen. Nach minutenlangem Fußmarsch durch das ganze Resort fanden wir dann auch die sogenannte “Klinik”, die aus zwei Räumen von jeweils 1.5 x 1.5 Metern bestand. Der dortige Arzt schaute Mirjam mit einer Taschenlampe in den Hals und wenige Minuten später verließen wir die Räume mit einer Handvoll Tabletten . Der ganze Spaß hat weniger als 4 € gekostet.

Frisch gestylt machten wir uns auf den Weg zum Pool-Restaurant, wo wir uns jeweils einen Salat gönnten. Natürlich gab es auch hier wieder die obligatorischen Erfrischungstücher und dann frisch gebackenes Brot noch in der Form mit balinesischen Soßen. Für die Unterhaltung sorgte ein Trio mit speziellen Instrumenten und drei Tänzerinnen.



Die Sonne, der Wind und vor allem das feucht-warme Klima hatten uns doch zu schaffen gemacht und so fielen wir bald danach müde ins Bett.

02.01.10 Sydney - Bali

An diesem Morgen konnten wir uns Zeit lassen wie immer, denn unser Flug über Melbourne nach Denpasar ging erst um 15.15 Uhr. Wie schon vorher mit der Rezeption abgesprochen, durften wir als Executive Gäste bis 12.30 Uhr im Zimmer bleiben. Also begaben wir uns zum Frühstück und genossen eine Stunde lang unser Swissotel-Buffet.

Ein paar Tage zuvor hatte Mirjam sich eine neue Uhr gegönnt, bei der das Armband noch kürzer gemacht werden musste. Wir wollten dazu unterirdisch bis zur “Town Hall Station” gehen und fuhren dafür wieder bei Myer mit der Rolltreppe eine Etage tiefer. Nach 150 Metern fanden wir einen Mister Minit und ärgerten uns gleich mal, dass wir vorher immer viel zu weit gelaufen waren.

Eigentlich haben wir alles Lebensnotwendige direkt unter dem Hotel. Leider ist so ein Luxus auch ein wenig teuer und so kostete die Reparatur mehr als die ganze Uhr. Dafür ist Mirjam aber jetzt wieder stolze Besitzerin eines Stundenzählers und kann ganz selbständig die Zeit ablesen.

In aller Ruhe packten wir unsere Koffer und nahmen uns vor dem Hotel ein Taxi zum Flughafen. Leider erwischten wir einen asiatischen Fahrer der eine etwas unkonventionelle Fahrweise an den Tag legte mit sehr ruckartigem Gas geben und Schlangenlinien fahren. Dafür war das Auto dann auch etwas kleiner und die Türgummis hingen herunter.

Mirjam saß etwas gequetscht auf der Hinterbank zwischen Rollstuhlrädern, Rucksäcken, Reisetasche und Koffern - das krasse Gegenteil zu unserem Exclusiv-Transport in New York mit einer Stretch-Limousine.

Entgegen unserer Bedenken kamen wir wohlbehalten am Flughafen an. Wir waren gespannt, was uns erwarten würde, denn Beate hatte schon morgens ein flaues Gefühl im Magen bezüglich Flug und Bali-Hotel. Und es sollte wirklich nicht unser Tag werden!

Zwei Stunden vor Abflug kamen wir zügig zum Check-in von Jetstar und der freundliche junge Mann nahm unsere Koffer und den “Medical Bag” sofort entgegen und teilte uns mit, der Transport des Rollstuhls sei kostenlos, wenn auch nicht von uns angemeldet.

Nach mehrmaliger Rücksprache mit dem Service-Desk begann er mit dem Check-in und teilte uns dann mit, dass er großzügig mit dem Übergepäck verfahren würde, denn statt der üblichen 440 AUS$ würden wir nur 320 AUS$ zahlen müssen.

Beate kam gleich mal die Galle hoch und nach heißen Diskussionen wurden Koffer und Reisetasche wieder von der Waage gehoben. Eins war klar, wir würden diesen Betrag auf keinen Fall zahlen, eher würde alles mögliche aus dem Reisegepäck entfernt werden.

Wutentbrannt zogen wir los zum Service-Desk, um die Lage zu klären. Es gab noch ein bisschen Hin und Her und dann genehmigte man den “Medical-Bag” zum kostenlosen Transport.

Uns war schon vorher klar, dass es wahrscheinlich Ärger geben würde, denn hier handelte es sich sicherlich um einen Billigflug. Auf unserem Flugschein stand bereits, dass es nach Melbourne und Bali kein kostenloses Essen an Bord geben würde.

Vor dem Bording schafften wir es gerade noch (nach den heißen und langwierigen Diskussionen), für jeden von uns ein Baguette zu kaufen und vom letzten Geld eine Flasche Wasser für beide. Dann blieben noch 55 Cents übrig, die wir sofort auf den Kopf hauten, indem wir uns ein Schoko-Mint-Bonbon gönnten.

Dann ging es auch schon zum Gate, wo wir als Erste in den Flieger kamen und Beate wurde mit dem Mini-Aisle-Chair zu ihrem Sitz in der 25. Reihe gebracht. Bald darauf ging es los und wir mussten ein heftiges Gewitter umfliegen, um dann eine gute Stunde später in Melbourne zu landen.

Entgegen der Angaben erhielten wir an Bord ein kostenloses Getränk. Wir hatten bereits während des Fluges mehrmals mit dem Personal diskutiert, dass in Melbourne, wo wir eine Stunde Aufenthalt hatten, der eigene Rollstuhl ausgeladen würde.

Kurz vor der Landung erfuhren wir, dass dies aus Sicherheitsgründen nicht möglich sei, dass aber ein spezieller Flughafenstuhl zur Verfügung gestellt würde. Beate stand schon wieder der Horror ins Gesicht geschrieben und sie erwähnte zum wiederholten Male, das dies nicht unser Tag sei!

Am Flughafen angekommen, stand tatsächlich ein Spezial-Rollstuhl zur Verfügung mit Bremsen auch an den Griffen und extra breiter Sitzfläche. Die Rückenlehne ging Beate bis zu den Ohrläppchen und die Seitenteile bis unter die Achseln. Dafür waren die Fußrasten etwas kürzer und standen schön weit auseinander.

Beate nahm Platz in diesem Fernsehsessel und fühlte sich gleich mal so richtig behindert. Eine resolute Dame vom Flughafen schob sie durch die Gänge zum Sicherheitscheck und dann in die Wartezone. Selberfahren war nicht möglich, da die Räder sehr weit hinten und die Armlehnen außerdem im Weg waren.

Mit diesem heißen Geschoss musste dann der dringend notwendige Toilettenbesuch erledigt werden, denn der Weiterflug würde über sechs Stunden dauern.



Mit Müh und Not brachten wir dieses notwendige Übel hinter uns und waren froh, als wir kurz darauf wieder in den Flieger durften.

Beate wollte gerade glücklich aufatmen, dass sie aus diesem Schwerstbehindertenhocker wieder mit dem Aisle-Chair zum Sitz gebracht wurde. Leider war bei dem kleinen Transportstuhl ein Rohr der Rückenlehne gebrochen und es war noch nicht sicher, ob er funktionstüchtig gemacht werden könnte.

Es war einfach nicht unser Tag! Notdürftig wurde geflickt und bis zum Sitz hielt die Reparatur dann auch. Ein Techniker nahm sich des Stuhles an und wir waren gespannt, wie wir in Bali wieder aus dem Flieger kommen würden.

Langsam waren wir auch ein bisschen kaputt und fragten die freundliche Stewardess, die uns eine Privateinweisung in die Security-Maßnahmen gab, ob sie uns Kissen und eine Decke bringen könnte. Wie erwartet, gab es diesen Luxus in dem Billigflieger nur gegen Entgelt.

Also machten wir uns auf einen unbequemen Flug gefasst und warteten ab, was uns an diesem Tage noch so widerfahren würde.

Als alle Passagiere an Bord waren, kam plötzlich die nette Stewardess zu uns und brachte für jeden ein Set mit Kissen, Decke, Schlafbrille und Ohrstöpseln. Niemand anderes erhielt diesen Vorzug und wir waren ein wenig verblüfft, nahmen aber alles dankbar an.

Für das Kinoprogramm an Bord konnte man entweder Kopfhörer für 5 AUS$ erstehen oder einen Kleinbildschirm für 15AUS$ pro Person. Merkwürdigerweise erhielten wir kostenlos zwei Kopfhörer und nahmen auch diese gerne entgegen.

So langsam fing der Billigflug an, uns zu gefallen. Nach einer Weile gab es kleine Snacks und warmes Essen zum Preis von 15AUS$ pro Mahlzeit. Wir erhielten diese Speisen kostenlos.

Wir machten uns nun Gedanken, wie es zu dieser Bevorzugung kommen konnte. Wir hatten allerdings im Vorfeld erwähnt, dass wir keinen Billigflug gebucht hätten, sondern dieser Flug Teil eines “Round-the-World-Tickets” sei.

Nun gehen wir mal davon aus, dass wir damit ein Upgrade bekommen haben. Nach unserer Landung in Denpasar dauerte es eine Weile, bis endlich jemand mit dem Aisle-Chair kam und dann ohne Begründung mit dem Stuhl gleich wieder verschwand. Dafür stand dann einige Zeit später ein Rollstuhl-Nachkriegsmodell vor dem Flieger, aber kein Transport-Stuhl mehr. Gefühlte 100 Minuten später war dann endlich das nötige Equipment vorhanden, um Beate aus dem Flieger zu bekommen.

Wir waren uns sicher, dass unsere Koffer entweder verschwunden oder zusammen mit dem Rollstuhl einsame Runden auf dem Kofferband drehten - es war ja nicht unser Tag!

Wieder einmal wurde Beate durch die langen Gänge des Flughafens geschoben und sah dabei ziemlich unglücklich aus. Unsere junge Begleiterin brachte uns erst durch die Sicherheitsschleuse und dann zum Zoll. Dort stellte sich heraus, dass wir ein Visum zu kaufen hatten, das zusammen mit der zuvor ausgefüllten Deklaration und der Arrival-Card vorgezeigt werden musste.

Leider hatten wir kein Bargeld, um das Visum zu bezahlen. Zum Glück schleuste sie uns unauffällig am Zoll vorbei, damit wir an einem Bankomaten Millionäre werden konnten.

Mirjam marschierte mit ihrer Mastercard und der PIN-Nummer zu besagtem Automaten und hob gleich mal 1,5 Millionen Rupien ab. Für die Visa benötigten wir 500.000 Rupien und dann ging es endlich zum Kofferband, wo wir recht schnell unser Gepäck und den Rollstuhl fanden.

Während wir unser Gepäck zusammen suchten, erledigte die nette Dame die Zollformalitäten für uns. Mittlerweile waren wir schon nassgeschwitzt, denn für 23.00 Uhr waren 29 °C und hohe Luftfeuchtigkeit nicht gerade die ideale Temperatur für einen solchen Kraftakt.

Glücklich, endlich alles erledigt zu haben, machten wir uns auf die Suche nach einem Taxi. An einem Service-Schalter nahm man uns 60.000 Rupien ab. Wir fanden das ein bisschen viel, erfuhren aber am nächsten Tag, dass es dabei um 4 € handelte!

Schon fuhr unser Taxi vor, das uns in 20 Minuten zum Hotel “Intercontinental Resort Bali” in Jimbaran brachte. Vor dem Hotel mussten wir an einer Schranke halten und er Kofferraum wurde von zwei Sicherheitskräften kontrolliert.

Wir hatten schon die Befürchtung, dass uns nur noch ein grummeliger Nachtportier die Zimmerschlüssel in die Hand drücken würde und waren dann völlig überwältigt, von dem was uns hier erwartete: ein wahnsinniger Vorgarten, den wir durchfuhren, sieben Bellboys, die sofort das Gepäck schnappten und dann einen Gong läuteten zum Empfang.

Als wir im Foyer ankamen, mussten wir nicht an irgendeiner Rezeption anstehen, sondern wurden gebeten, uns in die bequemen Sessel zu setzen. Wir erhielten unsere bereits vorbereiteten Empfangspapiere, dann einen Willkommensdrink und eiskalte, parfümierte Erfrischungstücher.



Dann gesellte sich eine Dame zu uns, die uns als “Check-in Assistentin” hilfreich zur Seite stand. Schon ganz überwältigt von diesen Eindrücken wollten wir nun unbedingt unser Zimmer sehen und unser Bellboy wartete auch schon die ganze Zeit geduldig neben uns, um uns und unser Gepäck ins Zimmer zu begleiten.

Unterwegs erklärte er uns vieles zum Hotel und im Zimmer ließ er es sich nicht nehmen, uns die Funktionsweise jedes Schalters zu zeigen. Wir waren mehr gespannt auf das Badezimmer, das sich als absolut rollstuhlgerecht herausstellte mit Badewanne und befahrbarer Dusche.

Unser großes Zimmer war ausgestattet mit einem Kingsize-Bett, Sofaecke und Fernseher. Auf dem Balkon fanden wir wunderbare Holzsstühle mit Beinschemeln und Tisch.



Bald hielt uns nichts mehr im Zimmer und so durchwanderten wir zu mitternächtlicher Stunde das ganze Resort. Als wir um 1.30 Uhr (in Australien wäre es schon 4.30 Uhr) endlich unser Bett fanden, schliefen wir bestens in unserem gekühlten Zimmer, das zusätzlich mit einem elektrischen Duftspender zur Moskitoabwehr versehen war.

Mehr Luxus geht wirklich nicht!

Freitag, 1. Januar 2010

01.01.10 Sydney



Unbarmherzig klingelte der Wecker wie immer um 8.30 Uhr und die Augen wollten nach nur ein paar Stunden Schlaf einfach nicht aufgehen. Aber da wir ja unser Inklusiv-Frühstück nicht versäumen wollten, quälten wir uns aus dem Bett.

Als wir in den Speisesaal kamen, sahen wir, dass sich auch viele andere hoch gerappelt hatten, denn es war proppenvoll. Wir ergatterten noch einen Zweiertisch in der letzten Ecke und starteten mit einem ausgiebigen Frühstück in den Tag. Wie immer gab es Brötchen, Lachs, Schinken, Eier und Tomaten, ein Omelette, Waffeln, Bircher Müsli, Muffins, Plaumen, Ananas und vieles mehr. Dazu 3-4 Tassen Kaffee und der Tag konnte kommen.

Eigentlich wollten wir heute noch ein paar Dinge unternehmen, aber zuerst mussten wir noch unsere Pflicht erfüllen und eine Maschine Wäsche waschen. Bis diese dann im Trockner und endlich fertig war, war es schon Nachmittag.

Dann fingen wir an, mal etwas Ordnung in unsere Koffer zu bringen und dabei fielen uns unsere vielen ungebügelten T-Shirts in die Hände. Daraufhin kramten wir Bügelbrett und Bügeleisen aus dem Schrank und machten uns an die Arbeit. Wir waren froh, als wir endlich unsere gesamte Wäsche wieder abreisefertig hatten und fingen dann an, überflüssigen Ballast abzuwerfen, indem wir ausgeleierte T-Shirts, ausgediente Fleece-Jacken und viel Krimskrams in den Mülleimer wandern ließen.

Da wird sich das Zimmermädchen morgen freuen, wenn sie das alles abtransportieren darf.

Es wartete auch noch der Bericht vom 31. auf uns, den wir fleißig schrieben und mit den entsprechenden Fotos in den Blog stellten.

Dann ging es zur Rezeption, wo wir uns schlau machten, wann wir am nächsten Tag das Zimmer verlassen müssten. Als Executive-Gäste haben wir den Vorteil, dass wir erst um 12.30 Uhr zum Check-out müssen.

Unser Flieger geht um 15.15 Uhr und so können wir dann in Ruhe frühstücken und unsere restlichen Sachen packen. Dann werden wir uns ein Taxi rufen und uns zum Flughafen, der nur eine Viertelstunde entfernt liegt, chauffieren lassen.

So hatte das neue Jahr gleich mal gut angefangen. Wir hatten gerade noch Zeit für einen kurzen Mittagschlaf, bevor wir zu unseren obligatorischen Häppchen in die 24. Etage fuhren. Wir schlugen uns dort den Magen voll mit Bruscetta und Frühlingsrollen, Wein und Nüssen.



Danach ging es zurück ins Zimmer, wo wir noch etwas aufräumten und den heutigen Bericht schrieben. Als wir beim Nachdenken so sinnierend  durch das Fenster schauten, sahen wir plötzlich in den Spiegelscheiben des benachbarten Hochhauses den tollen Sonnenuntergang. Weil wir bei uns im Zimmer die Fenster nicht öffnen konnten, rasten wir gleich mal mit dem Lift wieder zurück in die Lounge, um vom dortigen Balkon aus den Sydney-Sunset zu genießen und einige Fotos zu schießen. Mit diesem schönen Bild machte uns Sydney den Abschied nicht gerade leichter



Anschließend ging es zurück ins Zimmer und nach langer Zeit mal wieder vor die Flimmer.