Endlich einmal ausschlafen! Wir brauchten nicht einmal ein Schild rauszuhängen “Bitte nicht stören”, denn in unserer Hotelinfo stand, dass die Zimmer nur alle drei Tage gereinigt würden - und Sonntags sowieso nicht.
Also ließen wir uns viel Zeit und außerdem schreckte man schon fast davor zurück, die Tür zu öffnen, weil einem dann sofort die heiße Luft entgegen schlug. Mittlerweile machte es uns sogar nichts mehr aus, bei lauter Klimaanlage zu schlafen, denn ohne die Kühlung war an Schlaf nicht zu denken.
Um 11.00 Uhr fuhren wir mit dem Auto zum Hafen von Hervey Bay und gingen zur Touris-Info, um nach einer Möglichkeit zu suchen, evtl. nach “Fraser Island” zu fahren. Der etwas unmotivierte Mitarbeiter drückte uns einen Prospekt in die Hand, aus dem hervorging, dass um 12.00 Uhr ein Schiff abfahren würde und dass wir uns dann vier Stunden in einem Resort am Strand aufhalten könnten, um später wieder nach Hervey Bay zurückzufahren.
Der ganze Spaß sollte 65AUS$ pro Person kosten und das war es uns dann einfach nicht wert, zumal wir nichts von der Insel gesehen hätten.
So bummelten wir im Hafengebiet herum und fanden ein schönes Café, in dem wir uns Sandwiches bestellten und beim Brunchen über den wunderschönen Hafen von Hervey Bay blicken konnten.
Dann überfiel uns mal wieder die Kauflust und wir fanden einen netten Laden, in dem wir zwei Pareos erstanden - immerhin fliegen wir ja auch noch nach Bali und dort wird es mindestens genauso heiß sein wie hier und wir werden dieses Utensil sicher noch gut brauchen können.
Wir stellen hier in Australien fest, dass es eher weniger zu besichtigen gibt und wir uns sehr schnell dem Lifestyle der Aussies angepasst haben, nämlich in Strandkleidung und Flip-Flops gemütlich am Strand entlang zu bummeln oder am Pool zu liegen. Die Temperaturen von über 30 °C lassen große Aktionen auch wirklich nicht zu. Außerdem sind wir ja auch im Urlaub und können einfach mal relaxen nach zwei Monaten anstrengenden Autofahrten und ständigem Sightseeing.
Weil hier in Australien auch Sonntags die Supermärkte geöffnet sind, fuhren wir in ein Einkaufszentrum und deckten uns mit Süßigkeiten und viel Getränken ein. Eigentlich wollten wir noch an der Esplanade entlang schlendern, aber als wir aus dem gut gekühlten Supermarkt in die gleißende Hitze kamen, entschieden wir, uns einfach am Hotelpool auszuruhen.
Wir machten es uns auf zwei Liegen bequem und außer uns stolzierte noch einer dieser merkwürdigen Vögel über das Poolgelände, die uns in Australien schon öfter begegnet sind. Ganz ohne Scheu lief er zwischen den Liegen herum und stellte sich bereitwillig für ein Foto in Pose.
Nach unserem ausgiebigen Sonnenbad machten wir uns im Zimmer frisch und schafften es dann kräftemäßig gerade noch ins Hotelrestaurand. Wir waren mal gespannt, was uns erwarten würde, denn wir hatten keine Lust, wie gestern, über eine Stunde auf unser Essen zu warten.
Als wir durch das Tor zum Bistro kamen, sah das ganz Restaurant verändert aus. Es saßen nur vereinzelt Personen an den Tischen und beim Bestellen kamen wir sofort dran. Wir gönnten uns mal wieder Shrimps und setzten uns nach draußen an die mehr oder weniger frische Luft. Nach unserem köstlichen Mahl suchten wir unser Zimmer auf und fielen totmüde ins Bett.
Montag, 14. Dezember 2009
12.12.09 Rockhampton - Hervey Bay
Wie schon am Tag zuvor, sollten auch heute wieder viele Fahrkilometer vor uns liegen. Unser schlaues Buch hatte uns sieben Stunden Fahrzeit angedroht.
Wir hatten ja schon vorher die Erfahrung gemacht, dass die Strecke teilweise ziemlich langweilig und somit ermüdend werden könnte. Und genauso war es dann auch.
Nur ein einziger Lichtblick, riss Mirjam aus ihrem Dämmerschlauf auf dem Beifahrersitz. Sie forderte Beate auf, sofort links ranzufahren, riss die Beifahrertür auf und rannte mit dem Fotoapparat zurück, um ein Foto des Ortseingangschildes von “Miriam Vale” zu schießen. Wer außer ihr hat sonst schon eine Stadt (ok, Kaff), die nach ihr benannt wurde.
Kurz vor unserem Ziel machten wir noch einen Abstecher über Bundaberg zur “Mon Repos Turtle Rookery", die sich an der Küste östlich von Bundaberg befindet. In der Zeit von November bis Ende März ist der Strand von Mon Repos Zeuge eines wahren Naturwunders. Jedes Jahr kehren Hunderte von Schildkröten hierher zurück um den erstaunlichen Naturkreislauf zu vollenden.
Als wir dort eintrafen, war leider keine einzige Schildkröte zuhause und so machten wir einen kleinen Spaziergang durch den Nationalpark und schossen einige Fotos vom schönen Strand.
Danach machten wir uns auf Richtung Hervey Bay, wo wir um 16.30 Uhr in unserem Hotel, dem “Kondari Resort” eintrafen. Mit unserem Zimmer konnten wir zufrieden sein, denn wir waren in einer “Garden Unit” untergebracht, in der bis zu vier Personen unterkommen können. Wir hatten allerdings fünf Betten im Zimmer und dazu eine Küche mit Bartresen.
Ziemlich erschöpft von der Wärme und der langen Fahrt konnten wir uns nur noch dazu aufraffen, uns die gesamte Anlage des Resorts anzusehen. Für abends hatten wir uns überlegt, das Hotelrestaurant zu besuchen, zumal die sehr moderaten Preise uns direkt überzeugten. Diese Idee hatten leider auch viele andere Menschen.
Als wir um 18.30 Uhr dort eintrafen, trauten wir unseren Augen kaum: im Restaurant hatten sich sechs Gesellschaften eingefunden und diverse andere Gäste. Es wimmelte nur so von Menschen und noch immer staunend reihten wir uns in die lange Schlange am Bestelltresen ein. Die junge Dame an der Kasse warnte uns schon vorab, dass wir etwa eine Stunde auf das Essen warten müssten. Vorher konnten wir uns so oft am Salat- und Gemüse-Buffet bedienen, wie wir wollten.
Gott sei Dank fanden wir draußen noch einen Tisch und während Beate aufpasste, dass kein anderer den Tisch wegschnappte, stellte Mirjam sich an der Bar an, um Getränke zu organisieren.
Danach hatten wir genügend Zeit, das leckere Buffet zu plündern und uns über die Gäste vom Nachbartisch zu amüsieren, die wahrscheinlich eine Firmenweihnachtsfeier veranstalteten. Nachdem wir die Verwandschaftsverhältnisse genau geklärt hatten, amüsierten wir uns über die australische Art, sich zu kleiden. Während einige der Gäste in Badeshorts und Flip-Flops Platz nahmen, waren andere in enge Glitzerkostüme gequetscht. Wir wunderten uns auch nicht mehr, als zwei ältere Damen an uns vorbeigingen, von denen die eine bunte Weihnachtskugeln als Ohrringe und die andere einen blinkenden Weihnachtsbaum als Brosche trug.
Wir hatten es schon fast aufgegeben, als nach anderthalb Stunden endlich unser Essen kam, das wirklich hervorragend schmeckte. Dann waren wir so müde, dass wir uns direkt ins Zimmer begaben.
Wir hatten ja schon vorher die Erfahrung gemacht, dass die Strecke teilweise ziemlich langweilig und somit ermüdend werden könnte. Und genauso war es dann auch.
Nur ein einziger Lichtblick, riss Mirjam aus ihrem Dämmerschlauf auf dem Beifahrersitz. Sie forderte Beate auf, sofort links ranzufahren, riss die Beifahrertür auf und rannte mit dem Fotoapparat zurück, um ein Foto des Ortseingangschildes von “Miriam Vale” zu schießen. Wer außer ihr hat sonst schon eine Stadt (ok, Kaff), die nach ihr benannt wurde.
Kurz vor unserem Ziel machten wir noch einen Abstecher über Bundaberg zur “Mon Repos Turtle Rookery", die sich an der Küste östlich von Bundaberg befindet. In der Zeit von November bis Ende März ist der Strand von Mon Repos Zeuge eines wahren Naturwunders. Jedes Jahr kehren Hunderte von Schildkröten hierher zurück um den erstaunlichen Naturkreislauf zu vollenden.
Als wir dort eintrafen, war leider keine einzige Schildkröte zuhause und so machten wir einen kleinen Spaziergang durch den Nationalpark und schossen einige Fotos vom schönen Strand.
Danach machten wir uns auf Richtung Hervey Bay, wo wir um 16.30 Uhr in unserem Hotel, dem “Kondari Resort” eintrafen. Mit unserem Zimmer konnten wir zufrieden sein, denn wir waren in einer “Garden Unit” untergebracht, in der bis zu vier Personen unterkommen können. Wir hatten allerdings fünf Betten im Zimmer und dazu eine Küche mit Bartresen.
Ziemlich erschöpft von der Wärme und der langen Fahrt konnten wir uns nur noch dazu aufraffen, uns die gesamte Anlage des Resorts anzusehen. Für abends hatten wir uns überlegt, das Hotelrestaurant zu besuchen, zumal die sehr moderaten Preise uns direkt überzeugten. Diese Idee hatten leider auch viele andere Menschen.
Als wir um 18.30 Uhr dort eintrafen, trauten wir unseren Augen kaum: im Restaurant hatten sich sechs Gesellschaften eingefunden und diverse andere Gäste. Es wimmelte nur so von Menschen und noch immer staunend reihten wir uns in die lange Schlange am Bestelltresen ein. Die junge Dame an der Kasse warnte uns schon vorab, dass wir etwa eine Stunde auf das Essen warten müssten. Vorher konnten wir uns so oft am Salat- und Gemüse-Buffet bedienen, wie wir wollten.
Gott sei Dank fanden wir draußen noch einen Tisch und während Beate aufpasste, dass kein anderer den Tisch wegschnappte, stellte Mirjam sich an der Bar an, um Getränke zu organisieren.
Danach hatten wir genügend Zeit, das leckere Buffet zu plündern und uns über die Gäste vom Nachbartisch zu amüsieren, die wahrscheinlich eine Firmenweihnachtsfeier veranstalteten. Nachdem wir die Verwandschaftsverhältnisse genau geklärt hatten, amüsierten wir uns über die australische Art, sich zu kleiden. Während einige der Gäste in Badeshorts und Flip-Flops Platz nahmen, waren andere in enge Glitzerkostüme gequetscht. Wir wunderten uns auch nicht mehr, als zwei ältere Damen an uns vorbeigingen, von denen die eine bunte Weihnachtskugeln als Ohrringe und die andere einen blinkenden Weihnachtsbaum als Brosche trug.
Wir hatten es schon fast aufgegeben, als nach anderthalb Stunden endlich unser Essen kam, das wirklich hervorragend schmeckte. Dann waren wir so müde, dass wir uns direkt ins Zimmer begaben.
Freitag, 11. Dezember 2009
11.12.09 Airlie Beach - Rockhampton
Heute mussten wir auch wieder etwas früher als üblich aus den Federn, denn es lag eine lange Fahrt vor uns bis Rockhampton. Als wir an der Rezeption auschecken wollten, wusste man nicht einmal , dass wir überhaupt da gewesen waren. Das interessierte uns herzlich wenig und so ging es los Richtung Highway No. 1 und wir fuhren den Bruce Highway entlang.
Unser schlaues Buch hatte uns einige Ausflüge zu schönen Stränden empfohlen. Leider lagen alle diese Ausflugsziele ein Stück abseits unserer Fahrtroute und da wir sowieso eine Strecke von über 500 Kilometern mit einer angegebenen Fahrzeit von 7 Stunden zu absolvieren hatten, beschlossen wir, auf Abstecher zu verzichten und zockelten mit 100 km/h durch eine langweilige Landschaft mit braunem Gras und ein paar genauso braunen Bäumen Richtung Ziel.
Unser schlaues Buch hatte uns schon gewarnt, dass einige Streckenabschnitte sehr ermüdend seien und das waren sie dann auch. Es gab mehrere hundert Kilometer keinen Ort und nur selten mal eine Tankstelle.
Das öde Einerlei wurde um die Mittagszeit kurzfristig durch eine Polizeikontrolle unterbrochen, die es wagte, uns Touris herauszuwinken. Wie hatte Beate sich noch über Mirjams polizeiliche Pusteversuche in Wellington amüsiert. Jetzt ging ein breites Grinsen über Mirjams Gesicht, denn die nette Polizistin fragte Beate, was sie getrunken habe und hielt ihr dann das obligatorische Gerät mit dem Röhrchen vors Gesicht. Weil Beate sich eher selten schon beim Frühstück die Kante gibt, ging alles gut und wir konnten unsere Fahrt fortsetzen.
Kurz vor Rockhampton leuchtete die Tanksäule im Armaturenbrett orange auf und so mussten wir in den sauren Apfel beißen und an einer viel zu teuren Tankstelle ein paar Liter Benzin tanken. Wir wussten ja noch nicht, wie weit es bis zur Stadt war und den genauen Standort unseres Hotels kannten wir auch nicht.
Die Frau an der Tankstelle war mit uns einer Meinung, dass es doch verdammt heiß sei. Wir konnten dem Außenthermometer unseres Autos nicht wirklich glauben, als es 38 °C anzeigte. Als Mirjam jedoch die Tür öffnete, schlug uns eklig heiße Luft entgegen und wir waren froh, um unsere gute Klimaanlage im Auto.
In Rockhampton angekommen, schleuste Mirjam Beate durch den dichten Verkehr und wir fanden unser “Quality Inn Center Point” auf Anhieb. Den kurzen Check-in sind wir ja mittlerweile gewöhnt und bald darauf fuhren wir mit dem Auto, ausgestattet mit Schlüssel und Milch (weil es in jedem Zimmer Wasserkocher und Instant-Kaffee gibt) zum Zimmer.
Besonders überrascht waren wir, als man uns das Passwort für das W-LAN-Internet in die Hand drückte und uns mitteilte, die Benutzung des Internets sei kostenlos. In unserer letzten Unterkunft hätte uns eine Viertelstunde 6 AUS$ gekostet.
So gut ausgerüstet besichtigten wir unser Zimmer und konnten es kaum glauben: unser Autothermometer zeigte mittlerweile 39 °C an. Dies ist unser absoluter Hitzerekord auf dieser Weltreise. Weil man sich bei dieser Temperatur am besten so wenig wie möglich bewegt, schafften wir es gerade noch, unsere Wäsche zusammen zu raffen und mal wieder zwei Maschinen laufen zu lassen. Sogar der ganz nette Hotelpool lockte uns nicht aus dem klimatisierten Zimmer.
Um 19.00 schafften wir es gerade eben noch so bis ins Hotel-Restaurant und ließen uns dort mit einem guten Abendessen bewirten.
Unser schlaues Buch hatte uns einige Ausflüge zu schönen Stränden empfohlen. Leider lagen alle diese Ausflugsziele ein Stück abseits unserer Fahrtroute und da wir sowieso eine Strecke von über 500 Kilometern mit einer angegebenen Fahrzeit von 7 Stunden zu absolvieren hatten, beschlossen wir, auf Abstecher zu verzichten und zockelten mit 100 km/h durch eine langweilige Landschaft mit braunem Gras und ein paar genauso braunen Bäumen Richtung Ziel.
Unser schlaues Buch hatte uns schon gewarnt, dass einige Streckenabschnitte sehr ermüdend seien und das waren sie dann auch. Es gab mehrere hundert Kilometer keinen Ort und nur selten mal eine Tankstelle.
Das öde Einerlei wurde um die Mittagszeit kurzfristig durch eine Polizeikontrolle unterbrochen, die es wagte, uns Touris herauszuwinken. Wie hatte Beate sich noch über Mirjams polizeiliche Pusteversuche in Wellington amüsiert. Jetzt ging ein breites Grinsen über Mirjams Gesicht, denn die nette Polizistin fragte Beate, was sie getrunken habe und hielt ihr dann das obligatorische Gerät mit dem Röhrchen vors Gesicht. Weil Beate sich eher selten schon beim Frühstück die Kante gibt, ging alles gut und wir konnten unsere Fahrt fortsetzen.
Kurz vor Rockhampton leuchtete die Tanksäule im Armaturenbrett orange auf und so mussten wir in den sauren Apfel beißen und an einer viel zu teuren Tankstelle ein paar Liter Benzin tanken. Wir wussten ja noch nicht, wie weit es bis zur Stadt war und den genauen Standort unseres Hotels kannten wir auch nicht.
Die Frau an der Tankstelle war mit uns einer Meinung, dass es doch verdammt heiß sei. Wir konnten dem Außenthermometer unseres Autos nicht wirklich glauben, als es 38 °C anzeigte. Als Mirjam jedoch die Tür öffnete, schlug uns eklig heiße Luft entgegen und wir waren froh, um unsere gute Klimaanlage im Auto.
In Rockhampton angekommen, schleuste Mirjam Beate durch den dichten Verkehr und wir fanden unser “Quality Inn Center Point” auf Anhieb. Den kurzen Check-in sind wir ja mittlerweile gewöhnt und bald darauf fuhren wir mit dem Auto, ausgestattet mit Schlüssel und Milch (weil es in jedem Zimmer Wasserkocher und Instant-Kaffee gibt) zum Zimmer.
Besonders überrascht waren wir, als man uns das Passwort für das W-LAN-Internet in die Hand drückte und uns mitteilte, die Benutzung des Internets sei kostenlos. In unserer letzten Unterkunft hätte uns eine Viertelstunde 6 AUS$ gekostet.
So gut ausgerüstet besichtigten wir unser Zimmer und konnten es kaum glauben: unser Autothermometer zeigte mittlerweile 39 °C an. Dies ist unser absoluter Hitzerekord auf dieser Weltreise. Weil man sich bei dieser Temperatur am besten so wenig wie möglich bewegt, schafften wir es gerade noch, unsere Wäsche zusammen zu raffen und mal wieder zwei Maschinen laufen zu lassen. Sogar der ganz nette Hotelpool lockte uns nicht aus dem klimatisierten Zimmer.
Donnerstag, 10. Dezember 2009
10.12.09 Airlie Beach
It was a great day in paradise!
Dies sollte unser heutiges Motto werden und wir haben es wirklich getan: wir haben es geschafft, unsere schlaffen Glieder um 5.30 Uhr aus dem Bett zu bemühen.
Ausnahmsweise hatten wir dieses Mal in unserem Hotel ein volles Frühstück inklusive und das bedeutete, dass wir etwas mehr als Toastbrot und Marmelade bekamen.
Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zum “Abel Point Marina”. Allzu viel Stärkung hätten wir nicht gebraucht, denn der Hafen lag nur 2 Autominuten entfernt.
Im Büro der “Cruise Whitsundays” erhielten wir ohne großen Aufwand unsere bereits am Vortag gebuchten und bezahlten Tickets und zehn Minuten später ging es bereits an Bord des riesigen Katamarans. Bis zum Schiff ging es noch mit Rampen, dann jedoch führte eine steile Treppe aufs Deck.
Kurzerhand wurde Beate von zwei Mitarbeitern geschnappt und ehe wir uns versahen, waren wir an Bord.
Das wichtigste an diesem Morgen war die Besichtigung der Toiletten, denn unser Ausflug sollte zehn Stunden dauern. Unsere Skepsis war groß, als man uns vorher bestätigte, dass die Toilettenräume mit dem Rollstuhl befahrbar seien. Umso größer war unsere Freude, als wir feststellten, dass es wirklich möglich war, auf diesem Schiff als Rollstuhlfahrer eine Toilette benutzen zu können. Somit war der Ausflug gerettet und es war klar, wir würden mitfahren.
Unser großer Traum “einmal schnorcheln im “Great Barrier Reef”“ sollte wohl wirklich wahr werden. Und weil wir zwei Luxus-Bienen sind, hatten wir gleich mal das Beste gebucht, was auf dem Markt zu haben war.
Wir hatten uns das “Knuckle Reef” ausgesucht, das das beste Riff im Great Barrier Gebiet sein sollte. Das “Great Barrier Reef” erstreckt sich über 2.300 Kilometer entlang der tropischen Küste von Queensland von Cape York bis Bundaberg bei Brisbane und hat die Größe von Großbritannien. Es gibt insgesamt 2.900 Riffs, 600 steinige Inseln und 300 Sand- oder Korallenbänke.
Auf dem Schiff erhielten wir Informationen über die Korallenriffe und erfuhren, dass die Knuckle-Reef-Lagune mit ihren 150 Korallen- und 200 Fischarten die artenreichste ist. Insgesamt gibt es über 1.500 verschiedene Fischarten im “Great Barrier Reef”.
Wir waren schon sehr gespannt, was uns nach der dreistündigen Fahrt zum “Knuckle-Reef” erwarten würde.
Zuerst jedoch erhielten wir Sicherheitsanweisungen, Erklärungen zu der Benutzung des Equipments und lernten die wichtigsten Handzeichen der Tauchersprache: “Ich brauche Hilfe!”, “Bitte kommt zu mir!”, “Es ist alles ok!” und die Zeichen für “rauf”, “runter”, “alles klar” und “es stimmt etwas nicht”.
Nun wieder ein bisschen schlauer geworden, konnten wir uns mit einem leckeren zweiten Frühstück stärken. Es gab verschiedene Kuchenstückchen, Wasser, Tee und Kaffee.
Bald darauf trafen wir am Ponton von Whitsunday Cruises ein. Hierbei handelt es sich um eine künstliche Insel, auf der alles geboten wird, was das Herz begehrt: Zugang zum Meer für Taucher und Schnorchler, alle Ausrüstungen zum Schnocheln und Tauchen, ein Glasboden-Boot, ein Semi-U-Boot, ein Sonnendeck, eine Wasserrutsche, Massage-Salon und Umkleidekabinen.
Damit wir uns den Ponton ansehen konnten, mußte Beate erst einmal wieder vom Schiff mehrere Treppen hinunter getragen werden. Aber kein Problem, ruck zuck waren wir auf der “Insel”. Dort sahen wir uns erst einmal alles an und waren gespannt, wie das mit dem “Ins Wasser lassen” von Beate funktionieren würde.
Zurück auf dem Schiff genehmigten wir uns erst einmal ein tolles Mittagessen, um dann mit neuer Kraft dieses Abenteuer in Angriff zu nehmen.
Und es war ein Abenteuer! Schon der Versuch, Beate in den Neopren-Anzug zu quetschen artete in harte Arbeit aus, wurde aber schließlich mit zwei Helfern irgendwann dann doch noch über die Bühne gebracht.
Mirjam blieb nichts anderes übrig, als sich in Windeseile ihren hautengen Neoprenanzug überzustreifen, die passenden Flossen und eine geeignete Maske mit Schnorchel auszusuchen
und hinter Beate herzueilen, die bereits von zwei flotten jungen Männern die Treppe runtergetragen und zu Wasser gelassen wurde.
Die ersten Schwimmversuche gingen leider gründlich daneben, weil ein Mitarbeiter es für dringend erforderlich hielt, dass sie eine Schwimmweste tragen müsse. Damit kam Beate jedoch überhaupt nicht klar und nach dem Ausprobieren verschiedener Hilfsmittel (Pool-Nudeln) wurde dann der Rettungsring als Schwimmhilfe zum festhalten zweckentfremdet.
Während Mirjam bereits fleißig auf das Riff zupaddelte, wurde Beate von einem freundlichen Guide durchs 28 °C warme Meer gezogen und konnte sich ganz auf das Betrachten der Korallen konzentrieren.
Je näher wir dem Riff kamen, um so begeisterter wurden wir und trauten unseren Augen kaum. Wir schwammen anderthalb Meter über den Korallen und in dem kristallklaren Wasser konnte man sogar die Bewegungen der Polypen beobachten. Überall flitzten kleine und größere bunte Fische zwischen den Korallen hin und her und manchmal wusste man gar nicht, wohin man zuerst sehen sollte. Wir konnten uns gar nicht mehr trennen von dieser wahnsinnigen Unterwasserwelt.
Man hatte uns ein großartiges Abenteuer versprochen, aber dies übertraf all unsere Erwartungen. Wir sahen alle möglichen Arten von Fischen wie zum Beispiel Papageien-, Anemonen- und Trompeten-Fische. Alleine die Vielzahl der verschiedenen Korallen in ihren Formen und Farben war überwältigend und wir hätten Stunden und Tage dort verbringen können und einfach nur schauen und staunen.
Mehr als zweieinhalb Stunden durchquerten wir das Riff und man musste uns fast aus dem Wasser zerren, um uns zurück ins Boot zu holen.
Fünf Minuten nachdem wir wieder an Deck waren, wurden die Motoren angelassen und es ging zurück nach Airlie Beach.
Auch die Rückfahrt war sehr kurzweilig, denn wir lernten eine Münchnerin von der Crew kennen, die uns erzählte, wie sie nach Australien gekommen war und außerdem gab es eine Dia-Show der Unterwasserfotos, die von uns gemacht wurden.
Wir konnten uns gar nicht so richtig konzentrieren, so aufgewühlt waren wir noch von den Eindrücken des heutigen Tages.
Nach einem kleinen Snack fuhren wir wieder in den Hafen von Airlie Beach ein. Alle Passagiere verließen das Schiff und die Crew baute sich entlang des Piers auf, um jeden persönlich zu verabschieden.
Als Letzte wurde Beate von Bord getragen und als sie mit ihren zwei Trägern unten ankam, gab es Beifall von der gesamten Crew und Beate verabschiedete sich von allen per Handschlag.
Wir waren uns einig, dass diese Crew uns einen tollen Tag bereitet hatte mit ihrer freundlichen und hilfsbereiten Art und dass wir auch dieses Abenteuer niemals vergessen werden.
Zurück im Hotel machten wir uns frisch und ließen den Tag bei einem Abendessen im Hotelrestaurant ausklingen.
09.12.09 Townsville - Airlie Beach
Nach unserer Abfahrt von Townsville machten wir uns auf dem schnellsten Wege auf in Richtung Airlie Beach.
Unser schlaues Buch hatte uns einige Fotostopps empfohlen, die uns jedoch zu weit vom Weg ablagen, so dass wir entschieden, lieber früher in unserem neuen Übernachtungsort anzukommen.
Um 14.30 Uhr erreichten wir das “Club Crocodile Resort” in Airlie Beach. Nach dem Check-in, bei dem wie immer ein rollstuhlgerechtes Zimmer bestätigt wurde, schickte uns die Rezeptionistin in Zimmer Nummer 99. Wir schauten es uns an und mussten feststellen, dass das Bad nicht rollstuhlgerecht war, weil die Dusche nicht befahrbar war.
Also ging es wieder zurück zur Rezeption. Die Rezeptionistin entschuldigte sich und gab uns die Schlüssel für Zimmer 131. Wir zockelten um den ganzen Pool herum und erklommen mehrere steile Hügel, um dann festzustellen, dass auch dieses Zimmer nicht rollstuhlgeeignet war.
Als wir das dritte Mal bei der Rezeption auftauchten, mischte sich der Chef ein und schickte uns zu Zimmer 68. Auf dem Weg dorthin kamen wir an Zimmer 97 vorbei und der Chef und wir schauten es uns an. Dieses Zimmer hatte eine kleine Rampe vor der Tür und außerdem eine befahrbare Dusche. Nun hatten wir endlich das Rollstuhlzimmer gefunden, aber noch nicht den passenden Schlüssel dazu.
Der Chef des Hauses verschwand und kam nach einiger Zeit mit demselbigen zurück. Endlich konnten wir beruhigt losziehen, um Airlie Beach zu erkunden. Im Ort fanden wir ein Informationszentrum, wo wir uns nach einem Schnochel-Ausflug zum “Great Barrier Reef” erkundigten.
Nach einigem Hin und Her fand die sehr engagierte Dame dort etwas Passendes für uns. Wenn wir dann schon so etwas buchen, dann auch wirklich vom Allerfeinsten! Jetzt sind wir mal sehr gespannt, was morgen da so auf uns zukommt, denn wir werden den ganzen Tag auf und im Wasser verbringen.
Auf großen Infotafeln hatten wir etwas von einer künstlichen Lagune gelesen und machten uns nun im Ort schlau, wie wir dorthin kommen könnten. Es war uns klar, dass es nicht allzu weit sein konnte, denn ständig kamen uns junge Leute in Badehose und Bikini entgegen.
In Cairns und Townsville hatten wir schon miterlebt, dass die öffentlichen Bademöglichkeiten alle frei zugänglich waren und so machten wir uns direkt auf den Weg zur Lagune.
Weil wir sehr wählerisch sind, was unseren Liegeplatz angeht (ein bisschen Schatten für Mirjam, ein bisschen Sonne für Beate, außerdem schön gelegen mit Blick auf Meer, Lagune und Leute), schlenderten wir rund um die ganze Lagune und als wir um die letzte Biegung kamen, rief Mirjam plötzlich “Beate zieh den Bikini an, die haben hier einen Lifter!”
Und tatsächlich, es gab einen Hebelift für Rollstuhlfahrer. Schnell ging es in die Umkleide und bald darauf plantschten wir beide fröhlich im Wasser. Natürlich nutzten wir auch die Gelegenheit, einige Runden zu schwimmen und die Pfunde, die wir uns in Amerika angefressen hatten abzutrainieren. Immerhin gehen wir zuhause jede Woche schwimmen und das kam auf der Weltreise bisher ein wenig zu kurz.
Eine Stunde später wärmten wir uns mit Blick auf das türkisfarbene Meer wieder auf
und dann machten wir uns auf den Weg zurück in den Ort, wo wir im “backpackers beaches” ein Schnitzel mit Pommes zu uns nahmen.
Beim Bestellen sprach der junge Angestellte erst einmal englisch mit uns, bis er sich outete und erzählte, dass er aus Heidelberg kommt.
Gut trainiert und frisch gestärkt ging es zurück zum Hotel, wo wir unsere Taschen für den nächsten Tag packten und den üblichen Bericht schrieben. Dieses Mal war frühes Zubettgehen angesagt, denn morgen heißt es: Aufstehen um 5.30 Uhr!
Unser schlaues Buch hatte uns einige Fotostopps empfohlen, die uns jedoch zu weit vom Weg ablagen, so dass wir entschieden, lieber früher in unserem neuen Übernachtungsort anzukommen.
Um 14.30 Uhr erreichten wir das “Club Crocodile Resort” in Airlie Beach. Nach dem Check-in, bei dem wie immer ein rollstuhlgerechtes Zimmer bestätigt wurde, schickte uns die Rezeptionistin in Zimmer Nummer 99. Wir schauten es uns an und mussten feststellen, dass das Bad nicht rollstuhlgerecht war, weil die Dusche nicht befahrbar war.
Also ging es wieder zurück zur Rezeption. Die Rezeptionistin entschuldigte sich und gab uns die Schlüssel für Zimmer 131. Wir zockelten um den ganzen Pool herum und erklommen mehrere steile Hügel, um dann festzustellen, dass auch dieses Zimmer nicht rollstuhlgeeignet war.
Als wir das dritte Mal bei der Rezeption auftauchten, mischte sich der Chef ein und schickte uns zu Zimmer 68. Auf dem Weg dorthin kamen wir an Zimmer 97 vorbei und der Chef und wir schauten es uns an. Dieses Zimmer hatte eine kleine Rampe vor der Tür und außerdem eine befahrbare Dusche. Nun hatten wir endlich das Rollstuhlzimmer gefunden, aber noch nicht den passenden Schlüssel dazu.
Der Chef des Hauses verschwand und kam nach einiger Zeit mit demselbigen zurück. Endlich konnten wir beruhigt losziehen, um Airlie Beach zu erkunden. Im Ort fanden wir ein Informationszentrum, wo wir uns nach einem Schnochel-Ausflug zum “Great Barrier Reef” erkundigten.
Nach einigem Hin und Her fand die sehr engagierte Dame dort etwas Passendes für uns. Wenn wir dann schon so etwas buchen, dann auch wirklich vom Allerfeinsten! Jetzt sind wir mal sehr gespannt, was morgen da so auf uns zukommt, denn wir werden den ganzen Tag auf und im Wasser verbringen.
Auf großen Infotafeln hatten wir etwas von einer künstlichen Lagune gelesen und machten uns nun im Ort schlau, wie wir dorthin kommen könnten. Es war uns klar, dass es nicht allzu weit sein konnte, denn ständig kamen uns junge Leute in Badehose und Bikini entgegen.
In Cairns und Townsville hatten wir schon miterlebt, dass die öffentlichen Bademöglichkeiten alle frei zugänglich waren und so machten wir uns direkt auf den Weg zur Lagune.
Weil wir sehr wählerisch sind, was unseren Liegeplatz angeht (ein bisschen Schatten für Mirjam, ein bisschen Sonne für Beate, außerdem schön gelegen mit Blick auf Meer, Lagune und Leute), schlenderten wir rund um die ganze Lagune und als wir um die letzte Biegung kamen, rief Mirjam plötzlich “Beate zieh den Bikini an, die haben hier einen Lifter!”
Und tatsächlich, es gab einen Hebelift für Rollstuhlfahrer. Schnell ging es in die Umkleide und bald darauf plantschten wir beide fröhlich im Wasser. Natürlich nutzten wir auch die Gelegenheit, einige Runden zu schwimmen und die Pfunde, die wir uns in Amerika angefressen hatten abzutrainieren. Immerhin gehen wir zuhause jede Woche schwimmen und das kam auf der Weltreise bisher ein wenig zu kurz.
Eine Stunde später wärmten wir uns mit Blick auf das türkisfarbene Meer wieder auf
und dann machten wir uns auf den Weg zurück in den Ort, wo wir im “backpackers beaches” ein Schnitzel mit Pommes zu uns nahmen.
Beim Bestellen sprach der junge Angestellte erst einmal englisch mit uns, bis er sich outete und erzählte, dass er aus Heidelberg kommt.
Gut trainiert und frisch gestärkt ging es zurück zum Hotel, wo wir unsere Taschen für den nächsten Tag packten und den üblichen Bericht schrieben. Dieses Mal war frühes Zubettgehen angesagt, denn morgen heißt es: Aufstehen um 5.30 Uhr!
Dienstag, 8. Dezember 2009
08.12.09 Townsville
Nach einem gemütlichen Frühstück im Hotel machten wir uns auf den Weg zum Visitor-Center von Townsville, um uns zu erkundigen, was die Stadt für Rollstuhlfahrer so zu bieten hat.
Die Damen am Counter waren sehr freundlich und hilfsbereit. Sie gaben uns diverse Tipps, was wir an diesem Tag so alles anstellen könnten.
Als erstes machten wir uns mal auf den Weg ins HQ, ein Aquarium, in dem ein Teil des Original-Barrier-Reefs aufgebaut wurde und das die gesamte Tier- und Pflanzenwelt des Riffs zeigt.
Wir schlenderten gemütlich an allen Aquarien vorbei und schauten uns die bunte Vielfalt der Unterwasserwelt an.
Dabei wurden wir auch gleich mal wieder ein bisschen schlauer. Von November bis Mai sind hier alle Strände für Schwimmer gesperrt wegen des gefährlichen Jellyfishs. Damit konnten wir erst einmal nicht viel anfangen, aber im Aquarium erfuhren wir, dass es sich um eine Quallenart handelt, die mit ihren bis zu 4m langen Tentakeln sehr gefährliche Wunden zufügen kann.
Nun also ein bisschen schlauer als vorher fuhren wir mit dem Auto zum anderen Ende von “The strand”. Nachdem wir gestern die untere Hälfte des Strandes unsicher gemacht hatten, wollten wir heute zum “Rock Pool”, ein künstlich angelegtes Bassin mit Meerwasserzugang. Wir waren erstaunt, dass die gesamte Anlage frei zugänglich war und wir ohne Eintritt zu zahlen überall hin konnten.
Wir setzten uns auf eine Wiese zwischen “Rock Pool” und Meer und ließen uns von der Sonne bescheinen. Eine sanfte Brise wehte vom Meer und so ließ es sich bestens aushalten.
Mirjam erkundete dann noch den Pazifik und schmiss sich in die hohen Wellen in der speziell abgeriegelten Schwimm-Zone, zu der die Quallen keinen Zugang haben. Fast hätte Beate auch noch im Meer schwimmen können, aber der Spezialrollstuhl war am anderen Ende von “The strand” in einem Swimmingpool und es hätte eine Stunde gedauert, den Stuhl zu organisieren.
Nach unserem ausgiebigen Sonnenbad machten wir uns daran, die Stadt zu erkunden. Zuerst ging es hinauf auf den Castle Hill, der leider nur ein Hügel ist, denn es fehlen ihm 8m in der Höhe, um als Berg deklariert zu werden. Von dort oben hatten wir einen tollen Ausblick auf die Stadt, die Bucht und auf “ Magnetic Island”.
Dann ging es weiter durch die ganze Stadt in die entgegengesetzte Richtung. Hier schauten wir uns “Riverway” an. Eine supermoderne Freizeit-Anlage mit Sportarenen, Schwimmbädern, einem Museum und schönen Spazierwegen entlang des Rivers.
Wir schauten uns erst einmal um und fanden gleich mal das tolle Schwimmbad in Form von Lagunen. Hier waren viele Familien unterwegs und die Kinder hatten ihren Spaß im Wasser. Auch hier waren alle Pools wieder frei zugänglich ohne dass man für die tollen Anlagen hätte bezahlen müssen. Wir schlenderten noch am schönen Fluss entlang und sahen dann zu, wie die Väter das Abendessen für die Familie auf den Grill schmissen. Neben den Pools gab es nämlich große Wiesen mit Sitzmöglichkeiten und riesigen Grills, auf denen man (natürlich auch kostenlos) sein mitgebrachtes Fleisch zubereiten konnte.
So langsam ging die Sonne unter und wir machten uns auf den Heimweg ins Hotel. Wir mussten uns noch ein wenig in Schale schmeißen, denn wir wollten später noch schön essen gehen. Ist nicht so schlecht, im Dezember bei 30°C abends noch nett draußen zu sitzen bei gutem Wein und einem saftigen Steak.
Die Damen am Counter waren sehr freundlich und hilfsbereit. Sie gaben uns diverse Tipps, was wir an diesem Tag so alles anstellen könnten.
Als erstes machten wir uns mal auf den Weg ins HQ, ein Aquarium, in dem ein Teil des Original-Barrier-Reefs aufgebaut wurde und das die gesamte Tier- und Pflanzenwelt des Riffs zeigt.
Wir schlenderten gemütlich an allen Aquarien vorbei und schauten uns die bunte Vielfalt der Unterwasserwelt an.
Dabei wurden wir auch gleich mal wieder ein bisschen schlauer. Von November bis Mai sind hier alle Strände für Schwimmer gesperrt wegen des gefährlichen Jellyfishs. Damit konnten wir erst einmal nicht viel anfangen, aber im Aquarium erfuhren wir, dass es sich um eine Quallenart handelt, die mit ihren bis zu 4m langen Tentakeln sehr gefährliche Wunden zufügen kann.
Nun also ein bisschen schlauer als vorher fuhren wir mit dem Auto zum anderen Ende von “The strand”. Nachdem wir gestern die untere Hälfte des Strandes unsicher gemacht hatten, wollten wir heute zum “Rock Pool”, ein künstlich angelegtes Bassin mit Meerwasserzugang. Wir waren erstaunt, dass die gesamte Anlage frei zugänglich war und wir ohne Eintritt zu zahlen überall hin konnten.
Wir setzten uns auf eine Wiese zwischen “Rock Pool” und Meer und ließen uns von der Sonne bescheinen. Eine sanfte Brise wehte vom Meer und so ließ es sich bestens aushalten.
Nach unserem ausgiebigen Sonnenbad machten wir uns daran, die Stadt zu erkunden. Zuerst ging es hinauf auf den Castle Hill, der leider nur ein Hügel ist, denn es fehlen ihm 8m in der Höhe, um als Berg deklariert zu werden. Von dort oben hatten wir einen tollen Ausblick auf die Stadt, die Bucht und auf “ Magnetic Island”.
Dann ging es weiter durch die ganze Stadt in die entgegengesetzte Richtung. Hier schauten wir uns “Riverway” an. Eine supermoderne Freizeit-Anlage mit Sportarenen, Schwimmbädern, einem Museum und schönen Spazierwegen entlang des Rivers.
Wir schauten uns erst einmal um und fanden gleich mal das tolle Schwimmbad in Form von Lagunen. Hier waren viele Familien unterwegs und die Kinder hatten ihren Spaß im Wasser. Auch hier waren alle Pools wieder frei zugänglich ohne dass man für die tollen Anlagen hätte bezahlen müssen. Wir schlenderten noch am schönen Fluss entlang und sahen dann zu, wie die Väter das Abendessen für die Familie auf den Grill schmissen. Neben den Pools gab es nämlich große Wiesen mit Sitzmöglichkeiten und riesigen Grills, auf denen man (natürlich auch kostenlos) sein mitgebrachtes Fleisch zubereiten konnte.
So langsam ging die Sonne unter und wir machten uns auf den Heimweg ins Hotel. Wir mussten uns noch ein wenig in Schale schmeißen, denn wir wollten später noch schön essen gehen. Ist nicht so schlecht, im Dezember bei 30°C abends noch nett draußen zu sitzen bei gutem Wein und einem saftigen Steak.
Montag, 7. Dezember 2009
07.12.09 Mission Beach - Townsville
Am frühen Morgen weckte uns ein lautes Rauschen. Mirjam regte sich schon auf über die Putzfrauen, die um diese unchristliche Zeit den Staubsauger schwingen müssen. Als das Staubsaugergeräusch dann gar nicht mehr aufhörte, wurde auch uns klar, dass es sich hierbei um etwas anderes handeln musste. Ein Blick aus dem Fenster bestätigte unsere schlimmsten Befürchtungen: es goss in Strömen! Wir konnten nur hoffen, dass es bis zu unserer Abfahrt aufhören würde, denn der Weg vom Zimmer zum Auto hätte genügt und wir wären völlig durchnässt worden.
Wir ließen uns Zeit mit der Morgentoilette und tatsächlich, wie gewünscht, hörte der Regen auf und wir konnten trockenen Fußes zum Auto gelangen. Weil unsere Unterlagen nicht so ganz eindeutig waren, schlugen wir erst einmal den Weg Richtung Ort ein, wo wir uns mit leckeren Sandwiches eindeckten. Im Café erklärte man uns den Weg Richtung Townsville.
Die Strecke über den Highway war nicht besonders spektakulär und dieses Mal hätten wir als Besichtigungsvorschlag die “Wallaman Falls” ansehen sollen. Es war aber noch immer bewölkt und regnerisch und außerdem hätten wir einen Umweg von fast 3 Stunden, größtenteils auf unbefestigten Straßen, in Kauf nehmen müssen.
Wir entschieden uns gegen diesen Ausflug und machten dafür bei “Big Frosty Mango” Halt, wo Mirjam sich einen Tropic-Smoothie und Beate sich Mangos mit Mangoeis gönnte.
Nach dieser gemütlichen Pause in der Sonne bei 32 °C ging es weiter zu unserem nächsten Übernachtungsort. Trotz der fehlenden Beschreibung fanden wir unser “Ibis Hotel Townsville” auf Anhieb. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, fuhren wir mit dem Auto zum “The strand”.
“The strand” ist ein langgestreckter, tropischer Strand mit Park. Wir liefen die schöne Promenade entlang, sahen von Weitem “Magnetic Island” und schossen einige Fotos vom tollen palmengesäumten Strand.
Als wir dann Richtung Hafen kamen, hörten wir in den Bäumen schrille Schreie. Wir hatten schon wieder Panik, dass Hunderte von Fledermäusen über unseren Köpfen hängen könnten, waren dann aber beruhigt, als wir viele kleine bunte Papageien in den Palmen entdeckten.
Ein Stück weiter flog plötzlich ein Schwarm großer schwarzer Vögel mit roten Schwanzfedern über uns hinweg. Bei genauerer Betrachtung merkten wir, dass es sich auch hier um richtig große Papageien handelte.
Nach einem kurzen Blick über den Hafen machten wir uns auf die Socken , um noch pünktlich das Visitor Center zu erreichen. Wir wollten uns nach Ausflügen für den nächsten Tag erkundigen. Als wir dort ankamen, war es kurz nach 17.00 Uhr und leider hatte das Center bereits geschlossen. Wir nahmen mal wieder jede Menge Prospekte mit und haben nun die Qual der Wahl, wie wir den morgigen Tag verbringen werden.
Wir schlenderten zurück zum Auto. Auf dem Weg dorthin machten wir Fotos von den schönen Stadtgebäuden und verwachsenen, knorrigen Bäumen.
Mit dem Auto ging es dann zum nächsten Supermarkt, denn unsere Vorräte an Essen und Getränken waren stark geschrumpft. Bei dieser schwülen Dschungel-Luft kommt man schnell ins Schwitzen und hat ständig Durst. Als die Entscheidung fürs Abendessen anstand, überlegten wir nicht lange und stürmten zum zweiten Mal auf unserer Weltreise einen McDonald’s.
So sparten wir etwas Zeit, um unsere Berichte zu vervollständigen und alles ins Internet zu stellen. Auch hier im Hotel war das Internet wieder extrem teuer. Trotzdem entschieden wir uns, 24 Stunden Internet zu nehmen, denn es mussten einige Mails bearbeitet werden und der Blog sollte auch auf dem Laufenden bleiben.
Wir ließen uns Zeit mit der Morgentoilette und tatsächlich, wie gewünscht, hörte der Regen auf und wir konnten trockenen Fußes zum Auto gelangen. Weil unsere Unterlagen nicht so ganz eindeutig waren, schlugen wir erst einmal den Weg Richtung Ort ein, wo wir uns mit leckeren Sandwiches eindeckten. Im Café erklärte man uns den Weg Richtung Townsville.
Die Strecke über den Highway war nicht besonders spektakulär und dieses Mal hätten wir als Besichtigungsvorschlag die “Wallaman Falls” ansehen sollen. Es war aber noch immer bewölkt und regnerisch und außerdem hätten wir einen Umweg von fast 3 Stunden, größtenteils auf unbefestigten Straßen, in Kauf nehmen müssen.
Wir entschieden uns gegen diesen Ausflug und machten dafür bei “Big Frosty Mango” Halt, wo Mirjam sich einen Tropic-Smoothie und Beate sich Mangos mit Mangoeis gönnte.
Nach dieser gemütlichen Pause in der Sonne bei 32 °C ging es weiter zu unserem nächsten Übernachtungsort. Trotz der fehlenden Beschreibung fanden wir unser “Ibis Hotel Townsville” auf Anhieb. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, fuhren wir mit dem Auto zum “The strand”.
“The strand” ist ein langgestreckter, tropischer Strand mit Park. Wir liefen die schöne Promenade entlang, sahen von Weitem “Magnetic Island” und schossen einige Fotos vom tollen palmengesäumten Strand.
Als wir dann Richtung Hafen kamen, hörten wir in den Bäumen schrille Schreie. Wir hatten schon wieder Panik, dass Hunderte von Fledermäusen über unseren Köpfen hängen könnten, waren dann aber beruhigt, als wir viele kleine bunte Papageien in den Palmen entdeckten.
Ein Stück weiter flog plötzlich ein Schwarm großer schwarzer Vögel mit roten Schwanzfedern über uns hinweg. Bei genauerer Betrachtung merkten wir, dass es sich auch hier um richtig große Papageien handelte.
Nach einem kurzen Blick über den Hafen machten wir uns auf die Socken , um noch pünktlich das Visitor Center zu erreichen. Wir wollten uns nach Ausflügen für den nächsten Tag erkundigen. Als wir dort ankamen, war es kurz nach 17.00 Uhr und leider hatte das Center bereits geschlossen. Wir nahmen mal wieder jede Menge Prospekte mit und haben nun die Qual der Wahl, wie wir den morgigen Tag verbringen werden.
Wir schlenderten zurück zum Auto. Auf dem Weg dorthin machten wir Fotos von den schönen Stadtgebäuden und verwachsenen, knorrigen Bäumen.
Mit dem Auto ging es dann zum nächsten Supermarkt, denn unsere Vorräte an Essen und Getränken waren stark geschrumpft. Bei dieser schwülen Dschungel-Luft kommt man schnell ins Schwitzen und hat ständig Durst. Als die Entscheidung fürs Abendessen anstand, überlegten wir nicht lange und stürmten zum zweiten Mal auf unserer Weltreise einen McDonald’s.
So sparten wir etwas Zeit, um unsere Berichte zu vervollständigen und alles ins Internet zu stellen. Auch hier im Hotel war das Internet wieder extrem teuer. Trotzdem entschieden wir uns, 24 Stunden Internet zu nehmen, denn es mussten einige Mails bearbeitet werden und der Blog sollte auch auf dem Laufenden bleiben.
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