Samstag, 14. November 2009

14.11.09 Omapere - Paihia

Um 11.00 Uhr heute morgen mussten wir uns von unserem schönen Zimmer mit dem Wahnsinns-Ausblick auf das türkisblaue Meer verabschieden, denn es ging weiter Richtung Norden und dann nach Paihia.
  


Wie abgesprochen, setzte sich Beate ans Steuer, natürlich erst nach diversen Umstellungen des Fahrersitzes. Auch sie fuhr mit zitternden Händen auf der linken Seite und hoffte auf weniger Blinkfehler als Mirjam am Tag zuvor.

Es ging los Richtung Rawene und zu Beates Schrecken sollte es dort auf die Fähre gehen nach Kohukohu. Leider fuhr uns die Fähre vor der Nase weg und wir mußten fast eine dreiviertel Stunde warten bis zur nächsten Tour.

Wir nutzten diese Pause für unser dürftiges Frühstück mit trockenen Brötchen, Salami und Tomaten. Unfallfrei fuhren wir auf die Fähre und ließen uns in einer Viertelstunde übersetzen.

Dann ging es weiter Richtung Kaitaia. Bei Aurere fuhren wir ab auf die Karikari-Peninsula um zum Maitai-Bay zu kommen, welche eine der schönsten Buchten des Landes sein soll. Und wir fuhren und fuhren und fuhren, bis plötzlich aus der befestigten Straße eine Geröllpiste wurde. Das hielt uns natürlich nicht davon ab, weiter zu fahren. Allerdings hatten wir dann am Ende doch keine Möglichkeit, direkt bis an die Bucht heranzufahren und konnten das Ganze nur von Weitem betrachten.

Also machten wir uns wieder auf den Rückweg zu unserer Hauptstrecke und fuhren weiter über Mangonui bis Paihia. Auf dem Weg entlang des Meeres waren wir wie am Tag zuvor wieder begeistert von der abwechslungsreichen Landschaft, die uns sozusagen durch “Dänemark” (bunte Holzhäuschen mit gepflegten Blumengärten und weißen Zäunen), die “Schweiz” (Berge und Kühe auf hügeligen Weiden), “Irland”(saftige, grüne Wiesen, Wälder und tosendes Meer) und “Costa Rica”( Regenwald mit exotischen Pflanzen von enormer Dichte und Größe) führte.

In Paihia fanden wir recht schnell unser Hotel “Bay of Islands” und nach dem Check-in konnten wir unser, dieses Mal wirklich rollstuhlgängiges Zimmer, beziehen mit zwei großen Queensize-Betten und geräumigem Bad. Weil wir dieses Mal zwei Übernachtungen hatten, nahmen wir unser gesamtes Gepäck aus dem Auto. Die Koffer sollten wieder neu geordnet werden und außerdem müssen wir in den zwei Tagen endlich wieder unsere Wäsche waschen.

Auch hier stellte das Internet ein größeres Problem dar, denn W-LAN war im Zimmer nicht zu bekommen und wir hatten keine Lust für die hohen Stundenpreise in der Lobby zu sitzen.

Wir ließen unsere Koffer Koffer sein und machten uns auf den Weg in den wunderschönen Ort.





Erst gingen wir am Meer entlang Richtung Pier und auf dem Rückweg zu unserem Hotel kamen wir an einem Ausflugsbüro vorbei, wo wir uns über Bootsausflüge für den nächsten Tag erkundigten. Wir nahmen die Unterlagen mit und fanden ein nettes Restaurant zum Abendessen, das uns an die Heimat erinnerte, weil es “Swiss” hieß und wir uns dort auch gleich heimisch fühlten. Eine der Kellnerinnen sprach deutsch und uns fiel es direkt schwer, unsere Bestellung auf deutsch aufzugeben, denn wir sind schon richtig drin im englischen Wortschatz.

Nach einem guten Essen in angenehmer Atmosphäre begleitet von Live-Gitarrenmusik, ging es zurück zum Hotel. Für den Abend hatten wir keine Lust mehr auf weitere Aktionen und so machten wir es uns im Zimmer gemütlich, stellten unsere Heizung an und schrieben den üblichen täglichen Bericht.

13.11.09 Auckland - Omapere

Nachdem wir die halbe Nacht durchgequatscht hatten, quälten wir uns um 9.00 Uhr aus dem Bett und gönnten uns einen Bagel und einen Muffin im Hotelrestaurant. Dann war mal wieder das auschecken dran und kurz darauf waren wir schon auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel - natürlich auf der linken Seite der Fahrbahn!
Es war gar nicht so einfach, aus dem großen Auckland herauszufinden, den richtigen Highway zu treffen und dabei die linke Straßenseite und die neuen Verkehrsregeln zu beachten. Mirjam schlug sich tapfer und bald überquerten wir die Auckland Harbour Bridge und fuhren über Kumeu bis Waimauku nach Muriwai Beach, wo wir der Tölpelkolonie einen Besuch abstatteten.



Dann ging es weiter über Helensville und Wellsford nach Dargaville. Dort legten wir eine Pause ein, um unsere USA-Dollars in neuseeländische Dollars zu tauschen und uns mit Mirjams lebenswichtigen Süßigkeiten und Getränken einzudecken.

Zuerst hatten wir mal ein Problem, die Bank zu finden, dann fanden wir ein geschäftsmäßig aussehendes Gebäude und wir gingen hinein. Gott sei Dank waren wir richtig und die nette Dame hinter dem Tresen wechselte anstandslos unser gesamtes noch vorrätiges Bargeld in Kiwi-Dollars.

Mit unserem neuen Geld stürmten wir direkt in den nächsten Supermarkt, der gleich nebenan war. Für über 50 NZ$ kauften wir die nötigen Lebensmittel und setzten unseren Weg Richtung Norden fort.

Kurz hinter Dargaville kam die Abzweigung zu den “Kai Iwi Lakes”, die uns mit ihrem weißen Strand und dem tiefblau- bis türkisfarbenen Wasser begeisterten.

Einige Kilometer weiter fanden wir uns plötzlich mitten im Regenwald wieder, dem “Waipoua Forest”. 18 Kilometer fuhren wir vorbei an meterhohen Farnen, mannshohen Erika, Lianen und vielen miteinander verschlungenen Pflanzen in allen Grüntönen.

Wir waren auf der Suche nach dem “Tane Mahuta”, dem größten Kauri-Baum Neuseelands, der weit über 1000 Jahre alt ist. Sein Stamm hat einen Durchmesser von 14 Metern und er ist 52 Meter hoch.

Endlich kamen wir dort an und machten uns auf den Weg über Holzbrücken mitten durch den Dschungel zum Baum. Wie es sich für einen anständigen Regenwald gehört, fing es natürlich prompt an zu regnen.



Nach einem kurzen Stopp ging es zurück zum Auto und schon nach kurzer Zeit verließen wir den Regenwald und es erwartete uns blauer Himmel und Sonnenschein. Wir kamen zum “Pakia Hill” kurz vor Omapere und hatten von dort aus einen phantastischen Blick auf “Hokianga Harbour” mit seinen goldgelben Sanddünen.



Der nächste Ort war dann schon Opononi, wo wir die Nacht im “Opononi Hotel” verbringen sollten. Das Hotel sah in unserem Prospekt sehr nett aus, aber als wir lasen, dass es nur zehn Zimmer hat, waren wir etwas skeptisch wegen der Rollstuhlgängigkeit. Aber weil wir Optimisten sind, machten wir uns frohen Mutes auf zur Rezeption. Eine junge Frau erwartete uns bereits, bestätigte das Rollstuhlzimmer und begleitete uns um die Ecke zu unserem gebuchten Raum. Leider waren um die Ecke rum gleich mal drei Stufen. Die junge Frau war selbst etwas erstaunt darüber.

Kurzerhand sah sich Mirjam die Räumlichkeiten mal genauer an und Beate lauschte den Erklärungen der Dame über den wundschönen Blick aufs Meer, den das Zimmer haben sollte. Es half jedoch alles nichts, auch der schönste Blick entschädigt nicht für ein viel zu enges Badezimmer, in dem Beate weder Dusche noch Toilette hätte benutzen können.

Mittlerweile war es bereits 19.00 Uhr geworden und nun war guter Rat teuer. Gleich zwei Hotelangestellte wurden plötzlich sehr geschäftig und telefonierten fleißig . Kurz darauf schien die Lage unter Kontrolle und man bat uns, nach Omapere zurückzufahren und dort im “Copthorne Hotel” abzusteigen. Dort sei ein “wheelchair accessible room” verfügbar. Wir waren ja immer noch etwas skeptisch, aber so langsam wollten wir dann auch gerne mal wissen, wo wir die Nacht verbringen würden und fuhren zur angegebenen Adresse.

Schon das elegante Entree des Hotels begeisterte uns und am Eingang wurden wir von der Chefin persönlich mit Begeisterung empfangen. Während Mirjam den Check-in erledigte, wurde Beate bereits durch die eleganten Restaurant-Räume, die Bibliothek und die Bar geführt. Wir waren jedoch mehr an der Ausstattung des Zimmers und des dazugehörigen Bades interessiert und machten uns auf den Weg ins Nebengebäude. Dort wurden wir mehr als positiv überrascht von dem tollen Zimmer, dem Rolli-Bad mit befahrbarer Dusche und der Wahnsinns-Terrasse mit direktem Zugang zum Strand und Blick auf Berge und Meer.



Nachdem wir uns ausgiebig über unser ungewolltes Upgrade gefreut hatten, genossen wir den sensationellen Sonnenuntergang auf unserer neuen Terrasse und machten uns dann auf den Weg zum Hotelrestaurant, wo wir uns mit gutem Essen und Wein verwöhnen ließen.



Übermüde fielen wir danach ins Bett und amüsierten uns noch über die kleinen Missgeschicke, die Mirjam bei dem ungewohnten Fahren auf der linken Straßenseite und dem Fahrersitz rechts passiert waren. Zweimal musste Beate sie darauf aufmerksam machen, dass wir hier links fahren und sie bitte die Straßenseite wechseln sollte und sechs Mal lief der Scheibenwischer statt des Blinkers, denn auch diese Hebel sind seitenverkehrt angeordnet. Jetzt starten wir einen Wettbewerb, wie oft Beate diese Dinge passieren werden, wenn sie das nächste Mal mit dem Holden Calais durch Neuseeland schleicht.

12.11.09 Nadi - Auckland

Zum Abschluss unseres Fiji-Aufenthalts gönnten wir uns ein Frühstück im Hotel-Restaurant. Wir genossen mal wieder süßes Brot mit salziger Butter und Marmelade (so langsam gewöhnt man sich an den Geschmack) und für die Gesundheit gab es zum Nachtisch Papaya, Ananas und Kokosnuss-Stücke. Wir hatten noch genug Zeit, in Ruhe unsere Koffer zu packen und auszuchecken.

Pünktlich um 11.20 Uhr erschien der Kleinbus, der uns zum Flughafen bringen sollte. Beate wurde von zwei starken Fiji-Männern auf ihren Sitz gehievt und schwungvoll ging es in einer halbstündigen Fahrt nach Nadi zum Flughafen.



Wir hatten keine großen Schwierigkeiten, uns zurecht zu finden, denn es gab nur einen internationalen Flug und der ging nach Auckland. Wir stellten uns in der kurzen Reihe an und hatten wie immer etwas Zweifel, ob unser diverses Übergepäck ohne Schwierigkeiten eingecheckt würde. Ohne eine Miene zu verziehen wurde unser Gepäck aufs Band befördert und kurze Zeit später stand auch schon eine junge Dame bereit, die uns durch die Sicherheitskontrolle und zum Gate führte.

Da wir bis zum Bording noch eine Stunde Zeit hatten, durchkämmten wir den nächsten Laden und wurden prompt fündig. Wir kauften jeweils einen Pareo und eine Fiji-Kette. Jetzt hoffen wir nur, dass wir auch noch Gelegenheit haben werden, diese zu tragen.

Gemütlich bewegten wir uns zum Gate und kurz darauf wurden wir in den Flieger gebracht.




Wieder einmal hatte Air Pacific einen kleinen faltbaren Aisle-Chair an Bord, mit dem Beate auf ihren Sitz transportiert wurde. Außerdem bekamen wir, wie schon beim ersten Air Pacific-Flug unsere Plätze in der ersten Reihe mit viel Beinfreiheit.

Erst dachten wir, wir hätten Glück und säßen alleine in unserer Reihe, aber dann kam als letzte Passagierin noch eine Inderin, die sich mit ihren drei Taschen Handgepäck durch unsere Reihe ans Fenster drängelte.

Es ging pünktlich los und Mirjam schaute schon etwas genervt, denn ihre Sitznachbarin quatschte sie ständig voll und sortierte die ganze Zeit ihren Sari. Bald schon fühlte sie sich wirklich heimisch, entledigte sich ihrer Schuhe und streckte die Füße an die vordere Trennwand. So konnten wir ihre goldglänzenden Zehenringe bewundern.

Nach der üblichen Mahlzeit wurden Einreiseformulare für Neuseeland verteilt, auf denen wir mal wieder Namen, Passnummer und Wohnort angaben und außerdem erklären mussten, dass wir keine Früchte, Pflanzen, Fleisch oder sonstige Lebensmittel einführen.

Mirjams schuhlose Nachbarin bequatschte jetzt auch den Flugbegleiter. Wir waren sehr gespannt, um was es nun ging und erlebten zum zweiten Mal mit, dass eine Inderin nicht des Lesens und Schreibens mächtig war und dass der Flugbegleiter für sie das Formular ausfüllen musste. Fast hätte Mirjams neue indische Freundin das Formular verkehrt herum unterschrieben, wenn Mirjam sie nicht noch darauf aufmerksam gemacht hätte.

Ohne weitere Zwischenfälle landeten wir sanft nach drei Stunden Flug auf dem Airport Auckland und waren nun gespannt, wie dort alles ablaufen würde und ob Brendon, unser privater Autovermieter, uns wirklich abholen würde.

Kaum waren alle Passagiere aus dem Flugzeug, stand schon die Crew mit dem Transfer-Stuhl parat und auch der Rollstuhl stand bereits vor der Flugzeugtür.

Auf dem Weg durch das Flughafengebäude wurden wir angesprochen, ein Stückchen Schokolade zu probieren (Mirjam wollte “Versucherle” schreiben, aber Beate kannte dieses Wort nicht). Irgenwie kam uns die Schocki-Stückle bekannt vor. Es handelte sich um Toblerone in Neuseeland. Fröhlich erklärten wir, dass wir aus der Nähe der Schweiz kämen und uns diese Schokolade durchaus bekannt wäre. Schon auf Fiji war uns die Toblerone begegnet. Also diese Schweizer sind doch überall!

Innerhalb einer Viertelstunde waren wir durch die Zollkontrolle und konnten auf unsere Koffer warten. Diese kamen auch kurz darauf bereits auf dem Band um die Ecke gefahren. So brauchten wir insgesamt nur eine halbe Stunde, bis wir das Flughafen-Gebäude verlassen konnten.

Und siehe da, unser Mail-Freund Brendon Massey stand am Eingang mit einem goldgerahmten Schild mit unseren Namen und holte uns ab. Er brachte uns zum nächsten Parkplatz und zu unserem neuen Mietwagen, einem silbernen Holden Calais.
Er erklärte uns die Funktionsweise aller Knöpfe und von Handgas und -bremse und überlies uns dann erst mal unserem Schicksal, mit dem Lenkrad auf der rechten Seite und dem bevorstehenden Linksverkehr. Sein rollstuhlfahrender Kollege holte ihn mit dem Auto ab und wie versprochen fuhren sie uns voraus und brachten uns die zwanzig Kilometer bis mitten in die Stadt von Auckland.
Mirjam hatte sich als Erste ans Steuer getraut und fuhr mit zittrigen Fingern aber souverän durch das Großstadtgewühl zum Hotel. Hier verabschiedeten sich Brendon und Phil und wir parkten direkt vor unserem “City Hotel” in Auckland. Ein Mitarbeiter brachte unser Auto in die Tiefgarage und wir erledigten den Check-in an der Rezeption.

Wir waren sehr gespannt, ob wir die versprochenen Unterlagen unseres speziellen Reiseunternehmens für Behinderte dort vorfinden würden. Sehr erleichtert und ein bisschen erschrocken nahmen das riesige Paket entgegen. Damit hatten wir nicht gerechnet! In den USA hatten wir für die Rundreise ein kleines, schlaues Büchlein erhalten, mit dem wir auskommen mußten. Hier bekamen wir eine zehn Zentimeter dicke Mappe mit Wegbeschreibungen, Prospekten, Hotelfotos, Ausflugsvorschlägen etc. etc.. Zusätzlich erhielten wir einen Atlas und eine Karte mit der vorgezeichneten Wegstrecke.



Dann bezogen wir unser Zimmer, das genauso gut ausgestattet war wie die Zimmer in Amerika (mit befahrbarer Dusche, Kühlschrank, Bügeleisen und -brett, Wasserkocher und Flachbild-Fernseher).

Da wir unsere Uhr mal wieder um eine Stunde weiter stellen mußten, blieb uns gerade noch die Zeit, das malaysische Restaurant im Hotel aufzusuchen und leckeres Hühnchen süß-sauer zu essen.

Dann läuteten wir wie immer unsere Nachtruhe mit dem Berichteschreiben für den Blog ein. Nachdem wir als Deutsche auf Fiji die absoluten Exoten waren, so hoffen wir, dass wir hier in Neuseeland vielleicht doch mal dem ein oder anderen deutschsprachigen Touristen begegnen, obwohl wir auch gut ohne unsere Sprache auskommen können.

Mittwoch, 11. November 2009

11.11.09 Nadi, Fiji

Schon war unser letzter Tag in Nadi angebrochen und wir wollten auch diesen Tag in der Sonne liegend verbringen. Vorher jedoch spazierten wir am Strand entlang zu den nächsten Hotels. So durchwanderten wir die Anlage des Sheraton Hotels und kamen dann zum “The Westin”. Die Anlage dort gefiel uns jedoch nicht so gut und somit konnten wir auf dem Rückweg im Sheraton einige tolle Fotos schießen, z. B. von der romantischen Hochzeitskapelle.



Den Rest des Tages verbrachten wir wieder auf der Sonnenliege. Wir rafften uns gerade noch zum Mittagessen auf, wo wir uns zum Abschluss einen Radisson-Burger gönnten. Zum Dessert gab es, wie schon am Tag zuvor, zwei große Kugeln Eis.

Zum Sonnenuntergang fanden wir uns am Sunset Deck ein, wo der Gitarrenspieler wieder romantische Songs von sich gab und Mirjam nutzte die Gelegenheit, ein letztes Bad im Meer zu nehmen und sich so von den Wellen vor Fiji zu verabschieden. Der Sonnenuntergang war wieder absolut spektakulär und hätte jeder Kitschpostkarte zur Ehre gereicht.



Zum Abendessen liesen wir uns im Buffet-Restaurant verwöhnen und gönnten uns unter anderem einen Papaya-Salat mit Shrimps. Danach war unser Abendprogramm beendet, denn im Zimmer warteten unsere Berichte und Koffer auf uns. Wieder einmal hieß es “Packen”, denn am nächsten Tag wird es nach Neuseeland weiter gehen und wir müssen uns vom Paradies verabschieden.
 

 
Vinaka Fiji! Schön war's im Paradies!

10.11.09 Nadi, Fiji

Nachdem wir gestern einen Entspannungstag eingelegt hatten, machten wir uns abends auf den Weg zum Sheraton Nachbarhotel, um uns dort die versprochene Live-Musik anzuhören und vielleicht sogar zu tanzen.

Dort angekommen hatten wir sogar Glück und kamen gerade richtig zur Happy Hour, so dass unsere Drinks verbilligt waren und die Fünf-Mann-Unterhaltungskapelle spielte richtig gut. Also stürzten wir uns gleich auf die Tanzfläche und legten einen flotten Cha-cha aufs Parkett.

Da staunten die Kiwis und die Aussis nicht schlecht und wir hatten auch viel Spass dabei, uns die Tanzkünste der Australier anzusehen. Wie uns schon in unserem Hotel aufgefallen war, kleidet man sich auch Abends sehr leger und so hüpften viele nackte Beine mit Flip-Flops auf der Tanzfläche.

Nach zwei Stunden waren unsere Drinks ausgetrunken und wir waren erleichtert, dass das Cha-cha- und Jive-Programm noch gut klappt. So machten wir uns auf den Rückweg am Strand entlang zu unserem Hotel.

Leider waren um diese Uhrzeit die Fackeln schon erloschen und so tappten wir vorsichtig durch die Dunkelheit. Da wir Bewegung schon fast nicht mehr gewöhnt sind, waren wir entsprechend müde und fielen in den üblichen Tiefschlaf.

Montag, 9. November 2009

09.11.09 Nadi, Fiji

Wie wir uns vorgenommen hatten, verbrachten wir den Vormittag auf unserer Sonnenliege bis Mirjam sich aufraffen konnte und zum Baden ins Meer ging. Nach ihrem kurzen Bad machte sie noch einen kleinen Spaziergang am Strand entlang.
Während ihres Spaziergangs stolperte sie fast über einen Fijianer, der am Ufer saß und Muscheln fing. Schnell entwickelte sich ein Schwätzchen, in dem Mirjam erfuhr, dass ihr neuer Bekannter im nächsten Dorf wohnt und dort Gemüse anbaut. Die gefangenen Muscheln waren für das Abendessen der Familie und für Touristen gedacht. Er bot an, uns sein Dorf zu zeigen mit einem typischen fijianischen Abendessen und als Extrabonus würde er uns Kokosnüsse selbst aus der Palme holen. Nachdem er Mirjam seine Telefonnummer in die Hand gedrückt hatte, verabschiedete sie sich und machte sich zurück auf den Weg ins Hotel.

Nach unserem ausführlichen Sonnenbad machten wir uns frisch und waren pünktlich zum Fiji-Abend im Hotelrestaurant. Dort wurden neben einheimischen Speisen spezielle Tänze dargeboten und, für uns etwas gewöhnungsbedürftig, fand eine Frosch-Versteigerung mit anschließendem Froschrennen statt. Wir trauten unseren Augen kaum, dass hier echte Frösche mit Nummern auf dem Rücken über den Platz getrieben wurden.



Dann gab es noch eine Feuershow und als krönenden Abschluss stellte ein Medizinmann ein spezielles Getränk her, das mit einem besonderen Ritual getrunken werden musste. Spätestens jetzt war uns klar, dass wir hier schon sehr exotisch untergekommen sind.
 



08.11.09 Nadi, Fiji

Nach einem späten Aufstehen öffneten wir die Vorhänge und es erwartete uns wieder ein warmer sonniger Tag. Wir müssen uns immer wieder kneifen und uns daran erinnern, dass es eigentlich November ist.



Wieder nahmen wir unsere Liegen am Pool ein und ließen uns den ganzen Tag vom Personal und der Sonne verwöhnen. Mittlerweile waren wir schon fast zu faul, unsere Getränke selbst zu holen und so lies sich Beate ihren Nachmittagskaffee an die Liege servieren. Vorher gab es ein gesundes Mittagessen, bei dem Beate das spezielle Fiji-Bitter-Bier probieren musste. Eigentlich trinken wir den ganzen Tag über das gute Fiji-Wasser, was eines der besten der Welt sein soll.



Um 15.00 Uhr gab es am “Sunset-Deck” eine Vorführung, wie aus Palmenblättern Taschen und Körbe geflochten werden und danach erfuhren wir, wie man Kokosnüsse öffnet. Wir durften die Kokosmilch und das Fruchtfleisch probieren und dann gab es noch eine ganz besondere Spezialität: die Kokosnuss-Stücke wurden frittiert und bekamen dadurch ein Aroma wie Popcorn. Das ließen wir uns natürlich auch nicht entgehen und probierten großzügig.





Um 18.00 Uhr machten wir es uns auf zwei Sonnenliegen auf dem “Sunset-Deck” bequem. Und als die Sonne langsam unterging, dachten wir, zum vollkommenen Glück fehle jetzt nur noch ein toller Cocktail - aber man kann halt nicht alles haben - hier auf Fiji aber doch, denn kaum hatten wir den Gedanken fertig gedacht, als auch schon ein Kellner vor uns stand und uns zur Happy Hour die Bar-Getränkekarte in die Hand drückte. Da fackelten wir nicht lange und bestellten gleich mal 2 leckere Drinks.

Bei einem Fruchtcocktail und Gitarren-Live-Musik sahen wir die Sonne vor Fiji untergehen: Besser geht es nicht mehr!



Als die Sonne gerade im Meer versunken war, hörten wir laute “Bula, Bula”-Schreie und sahen einen wilden Krieger mit Bemalung und Bastrock. Seine gesamte “Kriegs-Armee” bestand aus den Kindern der Hotelgäste, die auch alle in Kriegsbemalung und Baströckchen hinter ihm her rannten. Gemeinsam zündeten sie unter wildem Geschrei die Fackeln an.



Nach diesem Schauspiel begaben wir uns aufs Zimmer und später soll man uns wieder einmal am reichhaltigen Buffet gesehen haben. Kurz nach unserem Essen mußten wir den tollen Platz direkt am Meer räumen, weil auf uns noch die Schreibarbeit für mehrere Berichte wartete. Weil wir hier die tolle Atmosphäre bis zum Letzten genießen möchten, werden wir in den nächsten Tagen keine Berichte schreiben und einfach mal die Seele baumeln lassen.