Einen Tag später als gedacht verließen wir nach einem kurzen Frühstück bei “Bread & Bagel” unser “Residence Inn” und machten uns auf nach Santa Barbara. Dort sollte unsere eigentliche Rundreise durch den Westen der USA beginnen. Leider war der Himmel wolkenverhangen und Richtung Santa Barbara wurde es auch nicht wirklich besser. Der Vorteil war, dass Mirjam nun heraus fand, wie der Scheibenwischer in unserem Leihwagen funktionierte, denn bald schon prasselten die Regentropfen auf unsere Frontscheibe. So hatten wir uns das sonnige Kalifornien eigentlich nicht vorgestellt.
Nach ca. 2 Stunden Fahrt erreichten wir Santa Barbara und zu unserem eigenen Erstaunen sogar das Hotel auf Anhieb ohne uns zu verfahren. An der Rezeption wurden wir freundlich begrüßt und wie selbstverständlich war das Rollstuhlzimmer mit Roll-in-Shower für uns reserviert.
Wir fragten nach weiteren Unterlagen, die uns von Dertour versprochen waren. Wir hatten schon vorher Angst, dass wir keine weiteren Informationen zu den Anfahrtswegen der vielen Hotels bekommen würden. Aber, oh Wunder, es lag ein großer Umschlag von FedEx für uns bereit, der bereits Mitte Juli im Hotel für uns hinterlegt wurde. Dort fanden wir dann auch endlich die wichtigen Informationen zu Höchstgeschwindigkeiten auf allen Straßen und den Unterschieden zwischen Highway, Freeway, Interstate und State Roads.
Wir fuhren noch einmal mit dem Auto um den Block und konnten dann direkt auf dem Behindertenparkplatz vor unserem Zimmer parken. Es ist schon erstaunlich, wie in den kleinen Hotelzimmern ein so riesiges King-Size-Bett Platz hat. Auch das Badezimmer entsprach von der Größe her eher einem Tanzsaal als einer Nasszelle.
Leider hatte es sich zwischenzeitlich eingeregnet und so blieb uns nichts anderes übrig, als einen Mittagschlaf zu halten und zu hoffen, dass sich das Wetter doch noch ein wenig bessern würde.
Bei der amerikanischen TV-Programmauswahl fanden wir auch einen Wetterkanal, der uns netterweise mitteilte, dass es sich bei diesem Sauwetter um einen Oktobersturm handelte mit Auge über San Francisco. Ein solcher Sturm käme nur alle 4-5 Jahre vor. Toll, dass es gerade uns erwischen musste. In Santa Barbara lagen wir aber am Rande dieses Sturmtiefs und um 16.00 Uhr hellte es sich soweit auf, dass es zumindest nicht mehr regnete.
So stürzten wir uns in unsere Allwetter-Jacken und wagten uns todesmutig vor die Tür. Das haben wir keine Minute bereut. Trotz immer wieder einsetzendem Regen, schlenderten wir die State Street (Hauptstraße von St. Barbara) entlang bis zum Pazifik. Wenn auch das Meer windgepeitscht an den Strand schlug, so faszinierte uns nicht nur die Strandpromenade sondern vor allem auch der wunderschöne Ort mit seinen gepflegten Häusern und chicen Shops.
Sehr interessant fanden wir, dass Santa Barbara unter Denkmalschutz steht, denn 1925 wurde durch ein nur 19 Sekunden dauerndes Erdbeben die Innenstadt dem Erdboden gleich gemacht. Sie wurde in einheitlich spanisch-südkalifornischem Stil wieder aufgebaut. Die wunderschöne Lage hat viele wohlhabende Leute angezogen und so ist eine attraktive Innenstadt entstanden.
Auf dem Rückweg zum Hotel fing es bald wieder an zu regnen und wir suchten ein gutes italienisches Restaurant. Als wir mit dem Plan in der Hand etwas hilflos um uns blickten, kam sofort ein netter, junger Einheimischer auf uns zu, um uns weiterzuhelfen.
Kurze Zeit später hatten wir das Restaurant “Palazzio” gefunden und wurden von dem Herrn vom Desk an unseren Tisch begleitet. Gleich darauf kam die Dame von der Bar, fragte ob wir einen guten Tag gehabt hätten, erklärte uns die Besonderheiten der Speisen, fragte nach unseren Wünschen und empfahl uns spezielle Getränke.
Wieder einmal wurden wir überrascht von der überaus freundlichen und zuvorkommenden Art der Amerikaner, die uns schon die ganze Woche immer wieder aufgefallen war. Noch nie haben wir in Deutschland so viele freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen, wie in dieser einen Woche in Amerika. Sehr oft wurde uns Hilfe angeboten, nach der wir gar nicht gefragt hatten. Trotzdem wurden diese Angebote immer nett und freundlich gemacht, ohne aufdringlich zu wirken. Also wir sind von den Amerikanern sehr begeistert.
Noch eine Wort zum Essen: Es fiel uns auch auf, dass gar nicht so viel Junk-Food angeboten wird. Viel mehr ist es so, dass die vielen Frühstücks-Lokale außer diversen frischen Produkten auch jede Menge Salate anboten. Ganz besonders begeistert hat uns die breite Vielfalt an Obstsorten und Obstsalaten, die immer frisch zubereitet waren.
Im Palazzio wies man uns freundlicherweise darauf hin, dass die Portionen sehr groß seien und wir besser nur die halbe Portion bestellen sollten. Das taten wir dann auch, waren aber doch erschreckt, wie riesengroß die halben Portionen noch waren.
Auch Mirjam hatte dazu gelernt und bestellte eine kleine Cola. Was sie jedoch nicht ahnen konnte, war, dass man ihr kurz vor Austrinken des Glases, dieses wegnahm, um es wieder aufzufüllen. Worin lieg dann eigentlich der Sinn, in der Bestellung eines “kleinen” Getränks? Irgendwie verrückt diese Amis! Jedenfalls blieb uns am Ende nichts anderes übrig, als das meiste Essen als Doggy-Bag mit nach Hause zu nehmen. Hoffen wir, dass wir im nächsten Hotel eine Mikrowelle haben und unser Abendessen somit gerettet ist.
Auf dem Rückweg wurden wir noch einmal richtig nass und waren dann froh, unser “El Prado Inn” zu erreichen. Wir hingen unsere klamme Kleidung auf und machten es uns in unserem King-Size-Bett bequem.
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Montag, 12. Oktober 2009
12.10.09 Los Angeles
Nach einer erholsamen Nacht erwachten wir gegen 8.00 Uhr und bereiteten uns auf unsere Abreise vor. Wir packten unsere sieben Sachen zusammen und mussten zum Frühstück zu “Bagels & Bread” weil wir für das Hotelfrühstück einfach zu spät dran waren.
Also bestellten wir -nichts Böses ahnend- ein Mini-Sandwich für jeden. Wir konnten kaum glauben, was wir da für Portionen bekamen: ein doppelstöckiges Brot mit jeder Menge Wurst und Käse, Salat und Tomaten und für den kleinen Hunger war noch ein Nudelsalat dabei. Wir schlugen uns tapfer und machten uns bald wieder auf den Weg zurück zum Hotel. Es stand ja auch noch viel Arbeit an.
Nachdem wir unsere Koffer, Reisetasche, Rucksäcke und Reiseproviant ins Auto gepackt hatten, machten wir uns auf den Weg zur Rezeption um auszuchecken. Die Rezeptionistin fragte uns, warum wir einen Tag früher als geplant das Hotel verlassen wollten. Wir sahen uns an, schauten in die Papiere und mussten feststellen, dass wir eigentlich noch eine Nacht in diesem Hotel verbringen würden.
Wie soll das noch weiter gehen, wenn wir schon im zweiten Hotel nicht mehr wissen, wie viele Übernachtungen wir eigentlich haben.
Wir ließen uns die Laune nicht verderben und planten kurzerhand um. Unser Übernachtungsgepäck kam wieder ins Zimmer und wir machten uns auf den Weg zum Hafen von Long Beach.
Dort wollten wir das Kreuzfahrtschiff “Queen Mary” besichtigen, welches zum Hotel umfunktioniert wurde. Fast wären wir unverrichteter Dinge wieder umgekehrt, denn wir fuhren immer wieder in den riesigen Frachthafen statt zum Hotelschiff. Einmal standen wir mitten zwischen hunderten von LKWs und merkten dann selber, dass hier irgendetwas nicht stimmen konnte. Also machten wir wieder einmal einen unerlaubten “Return”, wie wir es bereits mehrfach geübten hatten.
Schließlich hatte der Verkehrsgott ein Erbarmen und wir fanden endlich das Schiff.
Wir wendeten unseren typischen Trick an, dass wir unbedingt ein Behindertenzimmer ansehen müssen und tatsächlich, es funktionierte! Die Rezeptionistin führte uns durch die dusteren Gänge zu einer Rollstuhl-Innenkabine. Hier wurde uns klar, dass wir eine gute Entscheidung getroffen hatten, lieber das Residence Inn als die Queen Mary als Übernachtungsstätte zu buchen.
Das Hotelschiff strahlte einen maroden Charme aus, der bei näherem Hinsehen eher an ein abgewracktes Ambiente erinnerte. Im Rollstuhlzimmer war es zum Beispiel nicht möglich, von der Seite das Bett anzufahren und auch im Bad gab es erhebliche Mängel, wie eine niedrige Toilette und eine sehr niedrige aber breite Badewanne.
Wir waren froh, dass wir dieses Schiff nicht gebucht hatten, denn auch die Innenkabine ohne Fenster war erdrückend. Umso interessanter war es, die anderen Decks des Schiffs zu erkunden. Faszinierend war vor allem, sich vorzustellen, wie in den 30er bis 60er Jahren königliche Hoheiten und andere betuchte Gäste über die Decks flanierten und in den zahlreichen Salons ihren Tee genossen auf einer Fahrt über den Atlantik.
Natürlich besichtigten wir auch die Restrooms, die selbstverständlich rollstuhlgerechte Toiletten hatten. Beate hatte sich gerade häuslich nieder gelassen, als der Feueralarm losging. Mirjam trieb zur Eile an, da wir nicht schon in der ersten Woche unserer Reise verbrennen wollten. Als wir später die Toilette verließen, teilte uns ein Mitarbeiter mit, dass es sich lediglich um einen Probealarm handelte. Also konnten wir in aller Ruhe weitere Räume besichtigen und die maroden Fahrstühle benutzen.
In der schiffseigenen Hochzeitskapelle gabelten wir einen Pseudo-Kapitän auf, der uns ungefragt auf das Deck mit den historischen Einzelheiten zur Schiffsgeschichte führte, was uns im Endeffekt 10 US$ zusätzliche Parkgebühr kostete, weil die Parkdauer um zwei Minuten überschritten wurde.
Weil wir mittlerweile so gerne Freeway fahren, begaben wir uns auf schnellstem Wege Richtung Heimat. Nicht ohne unterwegs einen Stopp bei “unserem” Supermarkt einzulegen. Hier kennen wir mittlerweile die Gänge und die Handhabung der Credit-Card.
Gut eingedeckt mit diversen Getränken und Obstsalat starteten wir endgültig Richtung Hotel. Im Zimmer angekommen, fiel Beate natürlich nichts Blöderes ein, als auszuprobieren, wie das mit dem Mikrowellen-Popcorn und den Kaffee-Fertigfiltern funktioniert. So kamen wir noch zu einem gemütlichen Kaffeeklatsch, bis wir feststellten, dass das Hotel heute einen Abend-Snack anbot.
Doch wie immer kommt bei uns die Arbeit vor dem Vergnügen: wir richteten endlich unseren Internet-Blog ein, damit auch die Daheimgebliebenen an unseren vielen Erlebnissen teilhaben können.
Der Hotelfrühstücksraum war in eine gemütliche Lounge mit Kaminfeuer und Baseball-Fernsehen umgewandelt worden. Wir ließen uns die ungewöhnliche Mischung von Nachos mit Bolognese- und Käsesoße, div. Salaten und Cookies schmecken. Hier stellten wir auch wieder fest, wie freundlich die Amerikaner uns entgegen kommen und gerne zu einem Schwätzchen bereit sind. Wir waren begeistert von uns selbst, dass wir den (zugegebenermaßen kurzen) Witz, den uns ein Tischnachbar erzählte auf Anhieb verstanden. Jedenfalls glauben wir, wir haben an der richtigen Stelle gelacht!
Im Anschluss folgte ein gemütlicher Abend im Zimmer.
Also bestellten wir -nichts Böses ahnend- ein Mini-Sandwich für jeden. Wir konnten kaum glauben, was wir da für Portionen bekamen: ein doppelstöckiges Brot mit jeder Menge Wurst und Käse, Salat und Tomaten und für den kleinen Hunger war noch ein Nudelsalat dabei. Wir schlugen uns tapfer und machten uns bald wieder auf den Weg zurück zum Hotel. Es stand ja auch noch viel Arbeit an.
Nachdem wir unsere Koffer, Reisetasche, Rucksäcke und Reiseproviant ins Auto gepackt hatten, machten wir uns auf den Weg zur Rezeption um auszuchecken. Die Rezeptionistin fragte uns, warum wir einen Tag früher als geplant das Hotel verlassen wollten. Wir sahen uns an, schauten in die Papiere und mussten feststellen, dass wir eigentlich noch eine Nacht in diesem Hotel verbringen würden.
Wie soll das noch weiter gehen, wenn wir schon im zweiten Hotel nicht mehr wissen, wie viele Übernachtungen wir eigentlich haben.
Wir ließen uns die Laune nicht verderben und planten kurzerhand um. Unser Übernachtungsgepäck kam wieder ins Zimmer und wir machten uns auf den Weg zum Hafen von Long Beach.
Dort wollten wir das Kreuzfahrtschiff “Queen Mary” besichtigen, welches zum Hotel umfunktioniert wurde. Fast wären wir unverrichteter Dinge wieder umgekehrt, denn wir fuhren immer wieder in den riesigen Frachthafen statt zum Hotelschiff. Einmal standen wir mitten zwischen hunderten von LKWs und merkten dann selber, dass hier irgendetwas nicht stimmen konnte. Also machten wir wieder einmal einen unerlaubten “Return”, wie wir es bereits mehrfach geübten hatten.
Schließlich hatte der Verkehrsgott ein Erbarmen und wir fanden endlich das Schiff.
Wir wendeten unseren typischen Trick an, dass wir unbedingt ein Behindertenzimmer ansehen müssen und tatsächlich, es funktionierte! Die Rezeptionistin führte uns durch die dusteren Gänge zu einer Rollstuhl-Innenkabine. Hier wurde uns klar, dass wir eine gute Entscheidung getroffen hatten, lieber das Residence Inn als die Queen Mary als Übernachtungsstätte zu buchen.
Das Hotelschiff strahlte einen maroden Charme aus, der bei näherem Hinsehen eher an ein abgewracktes Ambiente erinnerte. Im Rollstuhlzimmer war es zum Beispiel nicht möglich, von der Seite das Bett anzufahren und auch im Bad gab es erhebliche Mängel, wie eine niedrige Toilette und eine sehr niedrige aber breite Badewanne.
Wir waren froh, dass wir dieses Schiff nicht gebucht hatten, denn auch die Innenkabine ohne Fenster war erdrückend. Umso interessanter war es, die anderen Decks des Schiffs zu erkunden. Faszinierend war vor allem, sich vorzustellen, wie in den 30er bis 60er Jahren königliche Hoheiten und andere betuchte Gäste über die Decks flanierten und in den zahlreichen Salons ihren Tee genossen auf einer Fahrt über den Atlantik.
Natürlich besichtigten wir auch die Restrooms, die selbstverständlich rollstuhlgerechte Toiletten hatten. Beate hatte sich gerade häuslich nieder gelassen, als der Feueralarm losging. Mirjam trieb zur Eile an, da wir nicht schon in der ersten Woche unserer Reise verbrennen wollten. Als wir später die Toilette verließen, teilte uns ein Mitarbeiter mit, dass es sich lediglich um einen Probealarm handelte. Also konnten wir in aller Ruhe weitere Räume besichtigen und die maroden Fahrstühle benutzen.
In der schiffseigenen Hochzeitskapelle gabelten wir einen Pseudo-Kapitän auf, der uns ungefragt auf das Deck mit den historischen Einzelheiten zur Schiffsgeschichte führte, was uns im Endeffekt 10 US$ zusätzliche Parkgebühr kostete, weil die Parkdauer um zwei Minuten überschritten wurde.
Weil wir mittlerweile so gerne Freeway fahren, begaben wir uns auf schnellstem Wege Richtung Heimat. Nicht ohne unterwegs einen Stopp bei “unserem” Supermarkt einzulegen. Hier kennen wir mittlerweile die Gänge und die Handhabung der Credit-Card.
Gut eingedeckt mit diversen Getränken und Obstsalat starteten wir endgültig Richtung Hotel. Im Zimmer angekommen, fiel Beate natürlich nichts Blöderes ein, als auszuprobieren, wie das mit dem Mikrowellen-Popcorn und den Kaffee-Fertigfiltern funktioniert. So kamen wir noch zu einem gemütlichen Kaffeeklatsch, bis wir feststellten, dass das Hotel heute einen Abend-Snack anbot.
Doch wie immer kommt bei uns die Arbeit vor dem Vergnügen: wir richteten endlich unseren Internet-Blog ein, damit auch die Daheimgebliebenen an unseren vielen Erlebnissen teilhaben können.
Der Hotelfrühstücksraum war in eine gemütliche Lounge mit Kaminfeuer und Baseball-Fernsehen umgewandelt worden. Wir ließen uns die ungewöhnliche Mischung von Nachos mit Bolognese- und Käsesoße, div. Salaten und Cookies schmecken. Hier stellten wir auch wieder fest, wie freundlich die Amerikaner uns entgegen kommen und gerne zu einem Schwätzchen bereit sind. Wir waren begeistert von uns selbst, dass wir den (zugegebenermaßen kurzen) Witz, den uns ein Tischnachbar erzählte auf Anhieb verstanden. Jedenfalls glauben wir, wir haben an der richtigen Stelle gelacht!
Im Anschluss folgte ein gemütlicher Abend im Zimmer.
11.10.09 Los Angeles
Nach über zehn Stunden Tiefschlaf riss es Mirjam um viertel vor acht aus dem Bett unter die warme Dusche. Kurz darauf machte Beate es ihr nach. Während Beate sich die Zeit im Bad vertrieb, nahm Mirjam zum ersten Mal via Skype Kontakt nach Hause auf.
Dann wurde es schon wieder Zeit, aufzubrechen, denn ein paar Häuser weiter stand unser Frühstücksbuffet bereit. So richtig konnten wir uns mit der Auswahl ja nicht anfreunden, aber in der Not frisst der Teufel bekanntlich Fliegen. Das hieß bei Beate, dass sie erst beim dritten Bissen bemerkte, dass sie ihre Blaubeermarmelade auf gesalzene Butter geschmiert hatte. Mirjam hatte es besser im Griff: Sie backte mit hausfraulicher Hand eine fluffig-weiche typisch amerikanische Waffel, die wir dann auch mit Ahornsirup und Puderzucker verfeinerten.
So gestärkt konnten wir nach Hollywood aufbrechen. Erstaunlicherweise fanden wir direkt die richtige Richtung und trotz Mirjams größter Bedenken schossen wir schon bald den zum Teil neunspurigen Highway entlang. Nach 45 Minuten erreichten wir den Sunset Blvd. und suchten erst einmal eine Pharmacy auf, denn Beate plagten seit zwei Tagen heftige Schmerzen am Zahnfleisch. Unser kleines gelbes Wörterbuch konnte leider nicht weiterhelfen, aber unser Internet-Leo wies uns den richtigen Weg: teethridge inflammation oder stomatitis. Wir dachten, das würde uns sicher weiterhelfen, was es aber nicht tat. Auf jeden Fall verstand der Apotheker kein Wort. Erst als die Erklärungen mit Händen im aufgerissenen Mund erfolgten, konnte er uns weiterhelfen. So lernten wir auch gleich mal, dass “Zahnfleisch” einfach nur “gum” heißt.
Nach kurzer Verarztung im Auto fuhren wir weiter zum Walk of Fame, parkten widerrechtlich ohne Bedienung der Parkuhr und latschten los Richtung Trubel. Etwas enttäuschend war der Anblick des berühmten Walk of Fame, was uns aber nicht davon abhielt, ihn von vorne bis hinten zu beschreiten.
Auf dem Rückweg kamen wir an Madame Tussaud’s Wachsfiguren-Kabinett vorbei und stolperten auch gleich mal rein, ohne zu wissen, was uns dort eigentlich erwartete. Schon am Eingang begrüßte uns Barack Obama und wir waren gespannt, was uns noch erwarten würde. Am Anfang stellten wir uns noch etwas zaghaft neben die lebensechten Figuren aber von Raum zu Raum wurden wir mutiger und machten alle möglichen Faxen.
Wir verließen das Wachsfiguren-Kabinett und blickten erstaunt zum Himmel: aus grauen Wolken war ein strahlend blauer Sonntagshimmel geworden. Zu unserer Freude konnten wir von einer Aussichtsplattform ein tolles Foto von den Hollywood-Hills mit dem berühmten Schriftzug machen.
Mirjam hatte noch das Glück, sich zwei Sekunden neben den Stern von Michael Jackson hocken zu können, bevor die Menschenmassen drohten, sie weg zu drücken. Auf unserem Weg zum Auto trafen wir noch Sponge Bob, Badman und Marilyn Monroe.
Da wir viel länger als erlaubt geparkt hatten und das noch ohne Bezahlung, waren wir uns sicher, unser Auto wäre abgeschleppt worden und als wir in die Straße kamen, wo unser Auto hätte sein sollen, war es tatsächlich weg. Allerdings nur wegen unserer eigenen Blödheit: Wir waren bereits daran vorbei gelaufen.
Nachdem wir das Auto also gefunden hatten, setzten wir uns in Bewegung zum Santa Monica Pier.
Unterwegs machten wir einen Abstecher durch die Straßen mit den wunderschönen Häusern von Beverly Hills. Etwas irritiert hat uns dabei der üppige Helloween-Schmuck an und vor den Häusern.
Nach der ausgiebigen Tour durch viele Straßen landeten wir wieder auf unserem Santa Monica Boulevard Richtung Venice Beach.
Wir entschieden uns, trotz Geiz, auf einem 8 US$ teuren öffentlichen Parkplatz zu parken. Aber wie wir ja schon wußten, werden Behinderte hier sehr bevorzugt behandelt und so fragten wir unschuldig nach einem Handicap-Parkplatz. Dafür musste Beate ihren Parkausweis vorzeigen und wir haben dem Wärter klar gemacht, dass dieser Ausweis unbegrenzt gültig ist. Zack, hatten wir 8 US$ gespart.
Ausgerüstet mit unseren Picknick-Plastiktüten spazierten wir zwischen Inline-Skatern, Joggern und Fahrradfahrern den Strand entlang, machten es uns auf einer Bank gemütlich und genossen unsere trockenen Salamibrote, Tomaten und das gute Wetter.
Bald darauf ging es wieder heimwärts über den Sepulveda Boulevard. Um 17.15 Uhr fuhren wir vor unserem Häuschen vor. Unterwegs müssen wir von einer Tse-Tse-Fliege gebissen worden sein, denn kaum sahen wir unser Bett, lagen wir auch schon darin. Endlich stand der erste amerikanische Kinoabend an und wir konnten Dr. House auf englisch genauso wenig verstehen wie zuhause auf deutsch. Dann war der Tagesbericht noch fällig und nach einem üppigen Reste-Mahl (alter Salat mit Soße und trockenes Brot mit drei Scheiben Salami) fielen wir schon wieder in einen Tiefschlaf.
Dann wurde es schon wieder Zeit, aufzubrechen, denn ein paar Häuser weiter stand unser Frühstücksbuffet bereit. So richtig konnten wir uns mit der Auswahl ja nicht anfreunden, aber in der Not frisst der Teufel bekanntlich Fliegen. Das hieß bei Beate, dass sie erst beim dritten Bissen bemerkte, dass sie ihre Blaubeermarmelade auf gesalzene Butter geschmiert hatte. Mirjam hatte es besser im Griff: Sie backte mit hausfraulicher Hand eine fluffig-weiche typisch amerikanische Waffel, die wir dann auch mit Ahornsirup und Puderzucker verfeinerten.
So gestärkt konnten wir nach Hollywood aufbrechen. Erstaunlicherweise fanden wir direkt die richtige Richtung und trotz Mirjams größter Bedenken schossen wir schon bald den zum Teil neunspurigen Highway entlang. Nach 45 Minuten erreichten wir den Sunset Blvd. und suchten erst einmal eine Pharmacy auf, denn Beate plagten seit zwei Tagen heftige Schmerzen am Zahnfleisch. Unser kleines gelbes Wörterbuch konnte leider nicht weiterhelfen, aber unser Internet-Leo wies uns den richtigen Weg: teethridge inflammation oder stomatitis. Wir dachten, das würde uns sicher weiterhelfen, was es aber nicht tat. Auf jeden Fall verstand der Apotheker kein Wort. Erst als die Erklärungen mit Händen im aufgerissenen Mund erfolgten, konnte er uns weiterhelfen. So lernten wir auch gleich mal, dass “Zahnfleisch” einfach nur “gum” heißt.
Nach kurzer Verarztung im Auto fuhren wir weiter zum Walk of Fame, parkten widerrechtlich ohne Bedienung der Parkuhr und latschten los Richtung Trubel. Etwas enttäuschend war der Anblick des berühmten Walk of Fame, was uns aber nicht davon abhielt, ihn von vorne bis hinten zu beschreiten.
Auf dem Rückweg kamen wir an Madame Tussaud’s Wachsfiguren-Kabinett vorbei und stolperten auch gleich mal rein, ohne zu wissen, was uns dort eigentlich erwartete. Schon am Eingang begrüßte uns Barack Obama und wir waren gespannt, was uns noch erwarten würde. Am Anfang stellten wir uns noch etwas zaghaft neben die lebensechten Figuren aber von Raum zu Raum wurden wir mutiger und machten alle möglichen Faxen.
Wir verließen das Wachsfiguren-Kabinett und blickten erstaunt zum Himmel: aus grauen Wolken war ein strahlend blauer Sonntagshimmel geworden. Zu unserer Freude konnten wir von einer Aussichtsplattform ein tolles Foto von den Hollywood-Hills mit dem berühmten Schriftzug machen.
Mirjam hatte noch das Glück, sich zwei Sekunden neben den Stern von Michael Jackson hocken zu können, bevor die Menschenmassen drohten, sie weg zu drücken. Auf unserem Weg zum Auto trafen wir noch Sponge Bob, Badman und Marilyn Monroe.
Da wir viel länger als erlaubt geparkt hatten und das noch ohne Bezahlung, waren wir uns sicher, unser Auto wäre abgeschleppt worden und als wir in die Straße kamen, wo unser Auto hätte sein sollen, war es tatsächlich weg. Allerdings nur wegen unserer eigenen Blödheit: Wir waren bereits daran vorbei gelaufen.
Nachdem wir das Auto also gefunden hatten, setzten wir uns in Bewegung zum Santa Monica Pier.
Unterwegs machten wir einen Abstecher durch die Straßen mit den wunderschönen Häusern von Beverly Hills. Etwas irritiert hat uns dabei der üppige Helloween-Schmuck an und vor den Häusern.
Nach der ausgiebigen Tour durch viele Straßen landeten wir wieder auf unserem Santa Monica Boulevard Richtung Venice Beach.
Wir entschieden uns, trotz Geiz, auf einem 8 US$ teuren öffentlichen Parkplatz zu parken. Aber wie wir ja schon wußten, werden Behinderte hier sehr bevorzugt behandelt und so fragten wir unschuldig nach einem Handicap-Parkplatz. Dafür musste Beate ihren Parkausweis vorzeigen und wir haben dem Wärter klar gemacht, dass dieser Ausweis unbegrenzt gültig ist. Zack, hatten wir 8 US$ gespart.
Ausgerüstet mit unseren Picknick-Plastiktüten spazierten wir zwischen Inline-Skatern, Joggern und Fahrradfahrern den Strand entlang, machten es uns auf einer Bank gemütlich und genossen unsere trockenen Salamibrote, Tomaten und das gute Wetter.
Bald darauf ging es wieder heimwärts über den Sepulveda Boulevard. Um 17.15 Uhr fuhren wir vor unserem Häuschen vor. Unterwegs müssen wir von einer Tse-Tse-Fliege gebissen worden sein, denn kaum sahen wir unser Bett, lagen wir auch schon darin. Endlich stand der erste amerikanische Kinoabend an und wir konnten Dr. House auf englisch genauso wenig verstehen wie zuhause auf deutsch. Dann war der Tagesbericht noch fällig und nach einem üppigen Reste-Mahl (alter Salat mit Soße und trockenes Brot mit drei Scheiben Salami) fielen wir schon wieder in einen Tiefschlaf.
10.10.09 New York - Los Angeles
Zum Glück hatten wir unseren eigenen Wecker gestellt, denn der Weckdienst des Hotels funktionierte nicht. Nach einer ausgiebigen Dusche und langwierigem Kofferpacken begaben wir uns mitsamt unseren diversen Gepäckstücken zur Rezeption.
Dort wartete bereits Danny unser Chauffeur auf uns. Sein kleines weißes “Baby” hatte er direkt vor der Tür geparkt. Wie das so ist, wenn VIPs reisen. Nicht ganz so hochherrschaftlich war dann das Verladen der diversen Koffer gegenüber der Bar und der Rollstuhlfahrerin, deren lange Beine nicht so richtig durch die enge Tür wollten. Mit etwas Schieben, Drücken und Heben fand allerdings alles seinen Platz. Der Rollstuhl wurde in seine Einzelteile zerlegt und ein Rad durfte in der VIP-Lounge mitfahren. Trotzdem war es für uns natürlich ein cooles Feeling einmal in so einem Straßenkreuzer chauffiert zu werden.
Leider ließ der Glanz schnell nach, als wir uns Richtung Check-in bewegten. Komisch, wieder einmal gab es kleinere Probleme mit unserem ach so leichten Gepäck. Beates Koffer war zu schwer und wir mussten einige Teile zu Mirjam in den Koffer packen. Beim erneuten Wiegen stellte sich heraus, dass Beates Koffer nun zwar das richtige Gewicht hatte, Mirjams Koffer jetzt allerdings ebenfalls zu schwer war. Nach weiteren Umräumaktionen hatten wir es dann endlich geschafft: die Koffer waren eingecheckt und nun mussten nur noch wir zum Durchleuchten. Auch hier hieß es wieder “auspacken, einpacken, sortieren, Schuhe ausziehen, abtasten”. Dann hatten wir es endlich geschafft und konnten erledigt Richtung Gate gehen.
Wir verdrückten noch schnell zwei übergroße, typisch amerikanische Sandwiches und nach dem Besuch der Restrooms ging es auch schon in den Flieger.
Und dann saßen wir und warteten und warteten und warteten auf die Rollstuhlträger mit Stuhl. Mittlerweile hatte die Putzcrew schon dreiviertel des Flugzeuges sauber und wir warteten noch immer. Dann endlich erschien ein einzelner, unfreundlicher, älterer Herr mit dem Aisle-Chair. Nachdem Beate ihn darauf hinwies, dass sie zwei Träger benötigt, zottelte er wiederwillig von dannen. Auch das andere Flugpersonal wunderte sich, was nun weiter geschehen würde. Doch erst einmal geschah nichts und wir warteten und warteten und warteten. Nach einer gefühlten Ewigkeit tauchten die Träger jetzt tatsächlich zu zweit auf und wir konnten endlich den Flieger verlassen.
Sogar der Rollstuhl stand bereit. Beim Fahren Richtung Baggage Claim musste Beate feststellen, dass irgend etwas mit Ihrem rechten Greifreifen nicht in Ordnung war. Da muss rohe Gewalt am Werke gewesen sein, denn der Greifreifen war stark verbogen. Noch ließen wir uns die Laune nicht verderben und holten endlich unsere drei Koffer, die einsam ihre Runden auf dem Kofferband drehten.
Dann zog die Karawane Richtung Shuttle-Busse zum Car Rental. Schnell fanden wir den Bus, der uns zur Alamo Autovermietung bringen sollte. Beate war begeistert, dass der Bus zum einen absenkbar und zum anderen mit einer Rampe ausgestattet war. Im Bus wurde eine Sitzreihe hochgeklappt und schon war Platz für den Rollstuhl.
Bei Alamo angekommen, fielen uns gleich mal wieder die langen Schlangen ins Auge. Aber wir wussten ja jetzt wie es geht und gingen direkt daran vorbei zum Customer Service.
Nach längeren Abklärungen war der bürokratische Teil endlich erledigt und frohen Mutes trabten wir hinter der Sachbearbeiterin her zu unserem zukünftigen fahrbaren Untersatz.
Ganz schön blau und ganz schön groß unser Chevrolet Impala. Man drückte uns die Schlüssel in die Hand und schon sprang Mirjam auf den Fahrersitz um das Handgas auszuprobieren. Also sagen wir mal so, sie hätte es ausprobiert, wenn es da gewesen wäre. Das vermeintliche Handgas stellte sich nämlich einfach nur als Bremse heraus.
Nach längeren Diskussionen mit Oscar, dem Manager stellte sich heraus, dass es bei der Buchung ein Missverständnis gegeben hatte und man bei Alamo davon ausgegangen war, dass nur eine Handbremse benötigt wurde. Da vor Montag sowieso keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden konnten, entschieden wir uns, den Wagen erst einmal so mitzunehmen und machten uns auf den Weg zum “Residence Inn”.
Also, wir hätten uns auf den Weg gemacht, wenn wir nicht die falsche Richtung eingeschlagen hätten. Nach mehrmaligen Returns (erlaubt oder unerlaubt) hatte Miri unser Schlachtschiff bestens im Griff und lenkte den Wagen mit Hilfe von Beates zielsicheren Anweisungen zum Hotel, das uns erst etwas merkwürdig vorkam, denn wir befanden uns in einer netten Wohnsiedlung. Erst am Check-In -Schild (selbstverständlich mit einem Behinderten-Parkplatz vor dem Gebäude) erkannten wir, wo es lang ging.
Nach kurzem Warten konnten wir unser Zimmer beziehen, das die Straße runter in einem Gebäude lag, das eher nach einem Einfamilien-Häuschen aussah. Vor dem Haus fanden wir selbstverständlich wieder einen Behindertenparkplatz vor und eine spezielle Rampe überwand die eine Stufe bis zur Haustüre.
Innen angekommen überraschte uns ein kleines Apartment mit Küche, Bügelkammer, begehbarem Kleiderschrank und ein Wohnklo natürlich mit Roll-in-Shower und Klappsitz. Auch der Fernseher hatte eher amerikanische Ausmaße und würde in Deutschland als Heimkino durchgehen. Das hohe, breite, weiche Bett kannten wir schon von New York und die vielen Kissen hatten uns schon dort gut gefallen.
Wir packten das Notdürftigste aus und machten uns telefonisch daran, ein umgebautes Auto zu finden. Auch dem Autohaus nebenan statteten wir einen Besuch ab. Wegen des Wochenendes verlief unsere Suche leider erfolglos. Also kümmerten wir uns um die wichtigen Dinge des Lebens und stürmten den nächstgelegenen Supermarkt. Da brauchten wir uns nicht zu beeilen, denn er hat 24 Stunden geöffnet.
Ein bisschen überfordert waren wir mit der Angebotsmenge und vor allem mit den Verpackungsgrößen. Wir hätten durchaus auch eine Großfamilie durchfüttern können.
Trotzdem schafften wir es, uns unser Abendessen zusammen zu suchen und die nächste Herausforderung kam an der Kasse, wo wir unsere Mastercard durchziehen mussten und so waren wir zu abgelenkt, um zu bemerken, dass bereits alles verpackt wurde.
Nach getaner Arbeit durften wir uns etwas Freizeit gönnen und fuhren Richtung Beach. Bei traumhaftem Sonnenschein und Meeresbrise liefen wir am Pier entlang und konnten uns gar nicht sattsehen an dem tollen Strand von Manhattan Beach. Der eine oder andere Jogger und Inline-Skater wurde von uns bewundert und wir fühlten uns wie bei Baywatch.
Bald jedoch überfiel uns dann die Müdigkeit und wir nahmen den Rückweg zum Hotel. Das Bett kannten wir ja schon aus New York und so ließen wir uns auf die weiche Matratze, in die vielen Kissen und in den Schlaf fallen.
Um 20.00 Uhr erwachte Mirjam aus dem todesähnlichen Schlaf, stürmte die Küche und bereitete das Abendessen zu (Tortellini al Alfredo mit Salat) - kein Problem mit nur einer Herdplatte und Mikrowelle.
Viel war mit uns nicht mehr anzufangen, deshalb entschieden wir uns, den Mittagsschlaf um einen Nachtschlaf zu erweitern.
09.10.09 New York
Nach endlich mal acht Stunden Schlaf verließen wir um 9.30 Uhr das Hotel und machten uns auf zu Starbucks. Nachdem Beate an einer Kaffee-Verkostung teilgenommen hatte, stellten wir fest, dass das Angebot bei weitem nicht dem entsprach, was wir am Tag zuvor im Europa-Cafe zur Auswahl hatten. Also verließen wir die gastliche Stätte wieder, überkreuzten einmal die Fahrbahn und schon fanden wir uns im Europa-Cafe wieder.
Dieses Mal wählten wir ein speziell rustikales Frühstück mit Croque Monsieur und Ciabatta mit Beef aus dem Ofen. Nach dem kurzen Frühstück machten wir uns bei einsetzendem Regen auf den Weg zur Carnegy Hall, die allerdings achitektonisch enttäuschte. Also wendeten wir uns dem Trump Tower zu, bei dem leider der Garten View wegen Regen und Wind geschlossen war. Also ließen wir uns vom LiftBoy wieder zum Ausgang bringen.
Als nächstes stand der Central Park auf dem Programm. Wir kamen an vielen blumengeschmückten Kutschen vorbei und nutzten die Gelegenheit vom Central Park aus die Skyline von Manhattan zu fotografieren.
In Begleitung einiger Eichhörnchen durchquerten wir den Park und mussten enttäuscht feststellen, dass wegen des Regens nicht wirklich viel los war. Also wendeten wir uns wieder der City zu und machten uns auf den Weg zum Grand Central Terminal. Dabei hatten wir die Gelegenheit, den Times Square mal bei Tageslicht zu besichtigen und vor lauter Gucken verpassten wir die Park Avenue und mussten notgedrungen zwei Blocks zurücklaufen.
Das von außen unscheinbare Gebäude des Grand Central Terminals überraschte uns dann doch mit seiner fantastischen Innenarchitektur.
Da Mirjam nach vier Stunden Latschen "Füße" hatte und Beate "Arme" entschlossen wir uns, wieder ins Hotel zurückzukehren. Auf dem Weg dahin fanden wir ein Cafe, in dem wir uns mit Muffins, Obstsalat und Getränken für den Nachmittags-Kaffee eindeckten. Wir versäumten auch nicht, in der 49th Street beim Italiener einen Tisch für abends zu reservieren.
Im Hotel angekommen, hieß es “Organisation der Abreise”. An der Rezeption bestellten wir für 3.00 Uhr nachts den Weckruf und beim Bellboy für vier Uhr ein Taxi zum JFK-Flughafen. Auf dem Infoblatt fanden sich verschiedene Autotypen und Mirjam erwähnte kurz, dass sie eine Limousine bevorzugen würde. Dies nahm der Bellboy gleich auf und wir protestierten direkt, dass 120 US$ zuviel seien. Daraufhin teilte man uns mit, wir würden selbstverständlich eine Limousine zum Preis eines normalen Taxis bekommen. Wir erhielten vom Bellboy einen Zettel, mit Fahrername und Bestätigung der weißen Limousine.
Auch im Zimmer hatte sich einiges getan, denn aufgrund der 2 US$ Trinkgeld war nicht nur das Bett von oben bis unten neu bezogen, sondern auch das Badezimmer mit 15 (!) neuen Handtüchern bestückt. Wir würden eine Duschorgie veranstalten müssen, um diese Bevorzugung auch zu nutzen.
Nach einer ausgiebigen Fotoserie (Bilder von Zimmer und Bad) schmissen wir uns aufs Bett und genossen unser mitgebrachtes Essen. Dazu gab es für Beate einen frisch gekochten Kaffee aus der zimmereigenen Kaffeemaschine.
Nach einer dreistündigen Erholungspause quälten wir uns aus dem Bett und machten uns stadtfein. Schließlich verließen wir das Hotel in Richtung Restaurant. Die Reservierung hatte geklappt und wir bekamen gleich einen Tisch. Wir ließen uns das üppige Mahl schmecken (Fettuccine Alfredo und Penne Rigate). Besonders günstig kam uns das Kraneberger und Beates Cappuccino, den die Bedienung vergaß zu berechnen. Lange hielten wir uns nicht mehr auf, denn das Bett wartete auf uns. Um 3.00 Uhr morgens sollte die Nacht zu Ende sein.
Dieses Mal wählten wir ein speziell rustikales Frühstück mit Croque Monsieur und Ciabatta mit Beef aus dem Ofen. Nach dem kurzen Frühstück machten wir uns bei einsetzendem Regen auf den Weg zur Carnegy Hall, die allerdings achitektonisch enttäuschte. Also wendeten wir uns dem Trump Tower zu, bei dem leider der Garten View wegen Regen und Wind geschlossen war. Also ließen wir uns vom LiftBoy wieder zum Ausgang bringen.
Als nächstes stand der Central Park auf dem Programm. Wir kamen an vielen blumengeschmückten Kutschen vorbei und nutzten die Gelegenheit vom Central Park aus die Skyline von Manhattan zu fotografieren.
In Begleitung einiger Eichhörnchen durchquerten wir den Park und mussten enttäuscht feststellen, dass wegen des Regens nicht wirklich viel los war. Also wendeten wir uns wieder der City zu und machten uns auf den Weg zum Grand Central Terminal. Dabei hatten wir die Gelegenheit, den Times Square mal bei Tageslicht zu besichtigen und vor lauter Gucken verpassten wir die Park Avenue und mussten notgedrungen zwei Blocks zurücklaufen.
Das von außen unscheinbare Gebäude des Grand Central Terminals überraschte uns dann doch mit seiner fantastischen Innenarchitektur.
Da Mirjam nach vier Stunden Latschen "Füße" hatte und Beate "Arme" entschlossen wir uns, wieder ins Hotel zurückzukehren. Auf dem Weg dahin fanden wir ein Cafe, in dem wir uns mit Muffins, Obstsalat und Getränken für den Nachmittags-Kaffee eindeckten. Wir versäumten auch nicht, in der 49th Street beim Italiener einen Tisch für abends zu reservieren.
Im Hotel angekommen, hieß es “Organisation der Abreise”. An der Rezeption bestellten wir für 3.00 Uhr nachts den Weckruf und beim Bellboy für vier Uhr ein Taxi zum JFK-Flughafen. Auf dem Infoblatt fanden sich verschiedene Autotypen und Mirjam erwähnte kurz, dass sie eine Limousine bevorzugen würde. Dies nahm der Bellboy gleich auf und wir protestierten direkt, dass 120 US$ zuviel seien. Daraufhin teilte man uns mit, wir würden selbstverständlich eine Limousine zum Preis eines normalen Taxis bekommen. Wir erhielten vom Bellboy einen Zettel, mit Fahrername und Bestätigung der weißen Limousine.
Auch im Zimmer hatte sich einiges getan, denn aufgrund der 2 US$ Trinkgeld war nicht nur das Bett von oben bis unten neu bezogen, sondern auch das Badezimmer mit 15 (!) neuen Handtüchern bestückt. Wir würden eine Duschorgie veranstalten müssen, um diese Bevorzugung auch zu nutzen.
Nach einer ausgiebigen Fotoserie (Bilder von Zimmer und Bad) schmissen wir uns aufs Bett und genossen unser mitgebrachtes Essen. Dazu gab es für Beate einen frisch gekochten Kaffee aus der zimmereigenen Kaffeemaschine.
Nach einer dreistündigen Erholungspause quälten wir uns aus dem Bett und machten uns stadtfein. Schließlich verließen wir das Hotel in Richtung Restaurant. Die Reservierung hatte geklappt und wir bekamen gleich einen Tisch. Wir ließen uns das üppige Mahl schmecken (Fettuccine Alfredo und Penne Rigate). Besonders günstig kam uns das Kraneberger und Beates Cappuccino, den die Bedienung vergaß zu berechnen. Lange hielten wir uns nicht mehr auf, denn das Bett wartete auf uns. Um 3.00 Uhr morgens sollte die Nacht zu Ende sein.
08.10.09 New York
Weil wir gestern Abend so schön früh schlafen gegangen waren, turnten einige von uns bereits um 5.00 Uhr morgens am Fenster rum, um mal zu schauen, wie New York so bei Nacht aussieht.
Dann fielen wir aber doch noch mal in Tiefschlaf und gegen 7.30 Uhr kam die Arbeit vor dem Vergnügen: der Tagesbericht von gestern musste noch geschrieben werden.
Danach wurde von uns beiden erst mal das Bad mit Beschlag belegt und um 9.30 Uhr ging es hinaus ins bunte New Yorker Treiben.
Das war natürlich nur nach einem ausgiebigen Frühstück zu ertragen. Gleich neben dem Hotel fanden wir ein nettes Frühstückslokal mit großer Auswahl an Essen und Getränken. Wir kauften zwei belegte Baguettes und Beate gönnte sich einen mittleren Cappuccino, der sich als “Halb-Liter-Pott” herausstellte. Dann konnte es losgehen.
Wir hatten uns vorgenommen, mit der U-Bahn zur Freiheitsstatue zu fahren - gesagt, getan: zwei Blocks weiter fanden wir den Rollieingang zur New Yorker Subway. Dann standen wir in den unterirdischen Gängen und vor einem größeren Problem. Der Fahrkartenautomat wollte außer der Mastercard auch noch die Pinnummer, die wir natürlich nicht wussten. Da war guter Rat teuer. Das Info-Desk war nicht besetzt und so machten wir uns auf die Suche nach Hilfe. Die fanden wir einige hundert Meter weiter bei einem anderen Info-Desk. Der Mitarbeiter war sehr freundlich, verkaufte uns die Karten gegen Bargeld (4.50 Dollar) und erklärte Mirjam den Weg nach Liberty Island. Einige Verständigungsschwierigkeiten traten wegen des nuschelnden Kollegen und der maroden Technik auf. Das Mikro hatte zwischendurch immer mal Ausfälle.
Jetzt mussten wir nur noch durch die Drehkreuze - leichter gesagt als getan, denn irgendwie musste sich Mirjam mit ihrer Metro-Card ausweisen. Leider kannten wir die Technik nicht. Der nette Mitarbeiter versuchte mit Zeichensprache die Handhabung zu erklären. Die Karte musste durchgezogen werden. Beate konnte einen Sondereingang benutzen. Jetzt folgte die nächste Herausforderung: wohin? Nette New Yorker Mitbürger wiesen uns den Weg zum Lift und dann zum Bahnsteig E Downtown bis zur 42. Straße. Mirjam hatte bereits den ersten Anflug von Panik wegen der düsteren Atmosphäre in dem vergammelten Metrobahnsteig. Dazu hat auch der Straßenmusikant mit seinem traurigen Cello beigetragen. Wir kamen uns vor wie auf der Titanic - kurz vorm Untergang! Dann fassten wir allen Mut zusammen, stürzten uns in die nächste U-Bahn und somit ins Abenteuer.
Wir fanden sogar unsere Station in der 42. Straße, verließen die Metro und trabten dann kilometerweit durch den Untergrund von New York. Nach einer Lift-Irrfahrt und weiterem Durchfragen fanden wir unsere Linie 1 zum Liberty Island. Dort fühlten wir uns schon wie alte Hasen und wurden immer mutiger. An der Endstation South Ferry verließen wir schwungvoll die Bahn und schwungvoll ging es weiter. Beate hatte die glorreiche Idee, doch die Rolltreppe zu benutzen. Das ging auch erst mal ganz gut. Dann kamen wir aber oben an und dort gab es nur enge Drehkreuze. Zurück konnten wir auch nicht mehr und so standen wir etwas hilf- und mutlos vor dem Hindernis. Gott sei Dank griff eine nette New Yorkerin ein und erklärte uns, dass wir durch den Emergency Exit gehen sollen.
Eigentlich sind ja solche Türen alarmgesichert, aber sie versicherte uns, wir könnten sie trotzdem benutzen, was wir dann auch taten - prompt erschallte eine ohrenbetäubende Sirene und wir machten uns über die nächste Rolltreppe vom Acker so schnell wir konnten.
Als alte Touris kennen wir uns ja aus und liefen den Touristenströmen hinterher Richtung Fähre zur Freiheitsstatue. Unterwegs wurden mal wieder jede Menge Fotos geschossen und dann wollten wir uns für die Fähre anstellen - bis wir die Schlangen sahen, die sich dort bereits aufgebaut hatten. Eine freundliche junge Frau wollte uns an den Menschenmassen vorbeileiten, aber wir hatten leider noch keine Fahrkarte besorgt. Doch auch an der Kasse waren die Schlangen lang und so entschlossen wir uns kurzfristig, diese gastliche Stätte zu verlassen und unsere Sightseeing-Tour in die Stadt zu verlagern.
Zurück an der U-Bahnstation mussten wir feststellen, dass wir mit dem Rolli dort leider nicht rein konnten. Ungefragt klärte uns ein Einheimischer auf, wo der Lift zur Subway war. Schnell fanden wir den Weg und unsere U-Bahn Richtung Uptown. Wir kennen uns ja aus! Vor dem Lift hatte sich eine Gruppe Straßenmusiker aufgebaut, die soulige A-Capella Songs performte. Da mussten wir natürlich erst mal zuhören.
Nach kurzer Fahrt erreichten wir die Penn Station. Um den Untergrund zu verlassen, verließen wir uns auf unsere jetzt schon zahlreich vorhandenen Erfahrungen mit der New Yorker Unterwelt und nahmen den nächstbesten Emergency Exit. Leider befanden sich dahinter nur Treppen und wir konnten nicht mehr zurück. Eine freundliche New Yorkerin, die noch mit einer Metro-Card ausgerüstet war, ging durch die Drehtüren und öffnete uns den Emergency Exit von innen - schwupps waren wir wieder drin! Wir fanden den Lift, der aber statt nach oben nur nach unten fuhr. Da blieb uns nichts anderes übrig, als wieder mal eine Mitarbeiterin zu befragen. Die klärte uns auf, dass wir gar nicht sooo falsch waren. Wir musssten mit dem Lift eine Station nach unten fahren, dort den Lift wechseln um mit einem anderen Aufzug nach oben zu gelangen.
Oben angekommen, orientierten wir uns erst einmal wie wir zu unserem nächsten Sightseeing-Objekt, dem Empire State Building gelangen konnten. Schon bald wussten wir, wo es lang geht und kurze Zeit später hatten wir unser Ziel erreicht. 35 US$ ärmer winkte uns der nächste Uniformierte vorbei an kilometerlangen Schlangen zum nächsten Mitarbeiter, der uns Richtung Lifts führte, wo wir als erste einsteigen durften und bis zur 80. Etage fuhren. Mit etwas Ohrensausen wechselten wir in einen anderen Aufzug und sechs Etagen später waren wir auf der Aussichtsplattform des Empire State Building angekommen. Einfach nur gigantisch, was uns da erwartete.
Wir konnten uns nicht sattsehen an der New Yorker Skyline und der Fotoapparat glühte. Wir machten Fotos von allen vier Seiten aus, ließen uns noch etwas den Wind um die Nase wehen und traten den Rückweg an. Von der 80. Etage bis zum Erdgeschoss brauchte der Lift genau eine Minute. Da könnten sich die Lifte in Deutschland mal ein Beispiel dran nehmen!
Weil wir so gut zu Fuß sind, nahmen wir auf dem Weg zum Hotel zurück die Fifth Avenue und bestaunten das bunte Treiben auf Straßen und Bürgersteigen. Und weil sie gerade so auf dem Weg lag, besichtigen wir die St. Patrick’s Cathedral bis uns der Magen knurrte. Natürlich lag wie immer ein passendes Restaurant am Weg. So teilten wir uns eine Chicken-Pizza (mit Mozzarella, Tomatensauce, Schinken und panierten Putenstreifen) und zum Nachtisch gab es Obstsalat.
Als auch das erledigt war, schmissen wir uns in unsere Ausgeh-Klamotten und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Broadway. John, der Concierge, hatte nicht gelogen und wir brauchten trotz flotten Schrittes eine halbe Stunde bis zum Theater. Trotzdem nahmen wir uns noch die Zeit, das Lichtermeer an der Ecke 7th Avenue/45th Street/Broadway zu bestaunen.
Noch ein paar Fotos vor dem Theater und schon brachte man uns zu unseren Plätzen (natürlich wieder an der Schlange vorbei). Wir genossen das tolle Musical mit Klimaanlagenwind im Nacken und waren ganz begeistert.
Drei Stunden später, um 23.00 Uhr traten wir den Heimweg über den Broadway an. Wir konnten nicht anders und stürzten uns in den nächtlichen Trubel New Yorks. Besonders fasziniert hat uns der dreistöckige Store mit allen erdenklichen m&m’s-Produkten (Hosen, Taschen, T-Shirts, Spielzeug und Schokolade in allen möglichen Farben und Formen). Ein paar Blocks weiter hörten wir plötzlich Musical-Klänge aus einem Restaurant. Nach genauerem Hinsehen, stellte sich heraus, dass dort die Kellner Arien trällerten. Das mussten wir uns natürlich anhören.
Eine halbe Stunde später erreichten wir unser Hotel und kurz darauf auch unser Bett.
Dann fielen wir aber doch noch mal in Tiefschlaf und gegen 7.30 Uhr kam die Arbeit vor dem Vergnügen: der Tagesbericht von gestern musste noch geschrieben werden.
Danach wurde von uns beiden erst mal das Bad mit Beschlag belegt und um 9.30 Uhr ging es hinaus ins bunte New Yorker Treiben.
Das war natürlich nur nach einem ausgiebigen Frühstück zu ertragen. Gleich neben dem Hotel fanden wir ein nettes Frühstückslokal mit großer Auswahl an Essen und Getränken. Wir kauften zwei belegte Baguettes und Beate gönnte sich einen mittleren Cappuccino, der sich als “Halb-Liter-Pott” herausstellte. Dann konnte es losgehen.
Wir hatten uns vorgenommen, mit der U-Bahn zur Freiheitsstatue zu fahren - gesagt, getan: zwei Blocks weiter fanden wir den Rollieingang zur New Yorker Subway. Dann standen wir in den unterirdischen Gängen und vor einem größeren Problem. Der Fahrkartenautomat wollte außer der Mastercard auch noch die Pinnummer, die wir natürlich nicht wussten. Da war guter Rat teuer. Das Info-Desk war nicht besetzt und so machten wir uns auf die Suche nach Hilfe. Die fanden wir einige hundert Meter weiter bei einem anderen Info-Desk. Der Mitarbeiter war sehr freundlich, verkaufte uns die Karten gegen Bargeld (4.50 Dollar) und erklärte Mirjam den Weg nach Liberty Island. Einige Verständigungsschwierigkeiten traten wegen des nuschelnden Kollegen und der maroden Technik auf. Das Mikro hatte zwischendurch immer mal Ausfälle.
Jetzt mussten wir nur noch durch die Drehkreuze - leichter gesagt als getan, denn irgendwie musste sich Mirjam mit ihrer Metro-Card ausweisen. Leider kannten wir die Technik nicht. Der nette Mitarbeiter versuchte mit Zeichensprache die Handhabung zu erklären. Die Karte musste durchgezogen werden. Beate konnte einen Sondereingang benutzen. Jetzt folgte die nächste Herausforderung: wohin? Nette New Yorker Mitbürger wiesen uns den Weg zum Lift und dann zum Bahnsteig E Downtown bis zur 42. Straße. Mirjam hatte bereits den ersten Anflug von Panik wegen der düsteren Atmosphäre in dem vergammelten Metrobahnsteig. Dazu hat auch der Straßenmusikant mit seinem traurigen Cello beigetragen. Wir kamen uns vor wie auf der Titanic - kurz vorm Untergang! Dann fassten wir allen Mut zusammen, stürzten uns in die nächste U-Bahn und somit ins Abenteuer.
Wir fanden sogar unsere Station in der 42. Straße, verließen die Metro und trabten dann kilometerweit durch den Untergrund von New York. Nach einer Lift-Irrfahrt und weiterem Durchfragen fanden wir unsere Linie 1 zum Liberty Island. Dort fühlten wir uns schon wie alte Hasen und wurden immer mutiger. An der Endstation South Ferry verließen wir schwungvoll die Bahn und schwungvoll ging es weiter. Beate hatte die glorreiche Idee, doch die Rolltreppe zu benutzen. Das ging auch erst mal ganz gut. Dann kamen wir aber oben an und dort gab es nur enge Drehkreuze. Zurück konnten wir auch nicht mehr und so standen wir etwas hilf- und mutlos vor dem Hindernis. Gott sei Dank griff eine nette New Yorkerin ein und erklärte uns, dass wir durch den Emergency Exit gehen sollen.
Eigentlich sind ja solche Türen alarmgesichert, aber sie versicherte uns, wir könnten sie trotzdem benutzen, was wir dann auch taten - prompt erschallte eine ohrenbetäubende Sirene und wir machten uns über die nächste Rolltreppe vom Acker so schnell wir konnten.
Als alte Touris kennen wir uns ja aus und liefen den Touristenströmen hinterher Richtung Fähre zur Freiheitsstatue. Unterwegs wurden mal wieder jede Menge Fotos geschossen und dann wollten wir uns für die Fähre anstellen - bis wir die Schlangen sahen, die sich dort bereits aufgebaut hatten. Eine freundliche junge Frau wollte uns an den Menschenmassen vorbeileiten, aber wir hatten leider noch keine Fahrkarte besorgt. Doch auch an der Kasse waren die Schlangen lang und so entschlossen wir uns kurzfristig, diese gastliche Stätte zu verlassen und unsere Sightseeing-Tour in die Stadt zu verlagern.
Zurück an der U-Bahnstation mussten wir feststellen, dass wir mit dem Rolli dort leider nicht rein konnten. Ungefragt klärte uns ein Einheimischer auf, wo der Lift zur Subway war. Schnell fanden wir den Weg und unsere U-Bahn Richtung Uptown. Wir kennen uns ja aus! Vor dem Lift hatte sich eine Gruppe Straßenmusiker aufgebaut, die soulige A-Capella Songs performte. Da mussten wir natürlich erst mal zuhören.
Nach kurzer Fahrt erreichten wir die Penn Station. Um den Untergrund zu verlassen, verließen wir uns auf unsere jetzt schon zahlreich vorhandenen Erfahrungen mit der New Yorker Unterwelt und nahmen den nächstbesten Emergency Exit. Leider befanden sich dahinter nur Treppen und wir konnten nicht mehr zurück. Eine freundliche New Yorkerin, die noch mit einer Metro-Card ausgerüstet war, ging durch die Drehtüren und öffnete uns den Emergency Exit von innen - schwupps waren wir wieder drin! Wir fanden den Lift, der aber statt nach oben nur nach unten fuhr. Da blieb uns nichts anderes übrig, als wieder mal eine Mitarbeiterin zu befragen. Die klärte uns auf, dass wir gar nicht sooo falsch waren. Wir musssten mit dem Lift eine Station nach unten fahren, dort den Lift wechseln um mit einem anderen Aufzug nach oben zu gelangen.
Oben angekommen, orientierten wir uns erst einmal wie wir zu unserem nächsten Sightseeing-Objekt, dem Empire State Building gelangen konnten. Schon bald wussten wir, wo es lang geht und kurze Zeit später hatten wir unser Ziel erreicht. 35 US$ ärmer winkte uns der nächste Uniformierte vorbei an kilometerlangen Schlangen zum nächsten Mitarbeiter, der uns Richtung Lifts führte, wo wir als erste einsteigen durften und bis zur 80. Etage fuhren. Mit etwas Ohrensausen wechselten wir in einen anderen Aufzug und sechs Etagen später waren wir auf der Aussichtsplattform des Empire State Building angekommen. Einfach nur gigantisch, was uns da erwartete.
Wir konnten uns nicht sattsehen an der New Yorker Skyline und der Fotoapparat glühte. Wir machten Fotos von allen vier Seiten aus, ließen uns noch etwas den Wind um die Nase wehen und traten den Rückweg an. Von der 80. Etage bis zum Erdgeschoss brauchte der Lift genau eine Minute. Da könnten sich die Lifte in Deutschland mal ein Beispiel dran nehmen!
Weil wir so gut zu Fuß sind, nahmen wir auf dem Weg zum Hotel zurück die Fifth Avenue und bestaunten das bunte Treiben auf Straßen und Bürgersteigen. Und weil sie gerade so auf dem Weg lag, besichtigen wir die St. Patrick’s Cathedral bis uns der Magen knurrte. Natürlich lag wie immer ein passendes Restaurant am Weg. So teilten wir uns eine Chicken-Pizza (mit Mozzarella, Tomatensauce, Schinken und panierten Putenstreifen) und zum Nachtisch gab es Obstsalat.
Als auch das erledigt war, schmissen wir uns in unsere Ausgeh-Klamotten und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Broadway. John, der Concierge, hatte nicht gelogen und wir brauchten trotz flotten Schrittes eine halbe Stunde bis zum Theater. Trotzdem nahmen wir uns noch die Zeit, das Lichtermeer an der Ecke 7th Avenue/45th Street/Broadway zu bestaunen.
Noch ein paar Fotos vor dem Theater und schon brachte man uns zu unseren Plätzen (natürlich wieder an der Schlange vorbei). Wir genossen das tolle Musical mit Klimaanlagenwind im Nacken und waren ganz begeistert.
Drei Stunden später, um 23.00 Uhr traten wir den Heimweg über den Broadway an. Wir konnten nicht anders und stürzten uns in den nächtlichen Trubel New Yorks. Besonders fasziniert hat uns der dreistöckige Store mit allen erdenklichen m&m’s-Produkten (Hosen, Taschen, T-Shirts, Spielzeug und Schokolade in allen möglichen Farben und Formen). Ein paar Blocks weiter hörten wir plötzlich Musical-Klänge aus einem Restaurant. Nach genauerem Hinsehen, stellte sich heraus, dass dort die Kellner Arien trällerten. Das mussten wir uns natürlich anhören.
Eine halbe Stunde später erreichten wir unser Hotel und kurz darauf auch unser Bett.
Die Anreise
Am 06.10.09 fand pünktlich um 22.00 Uhr die Abholung Kellermann in Rheinfelden statt. Trotz packtechnischer Schwierigkeiten schafften wir es, jeden der drei Koffer auf unter 23kg zu bringen.
Nach einigem Hin und Her konnten wir sogar alle Koffer samt Rollstuhl im BMW von Many unterbringen.
Überpünktlich trafen wir am Badischen Bahnhof in Basel ein. Das war auch bitter nötig, denn leider hatten wir es versäumt, eine Hebebühne zu reservieren. Rolf, der Retter in der Not organisierte kurzerhand telefonisch besagtes Utensil mit zugehörigem Helfer. Das Verfrachten von Koffer und Rollstuhlfahrer musste in zwei Minuten geschehen, denn mehr Aufenthalt hatte der ICE in Basel nicht. Dafür war unser Rollstuhl-Abteil aber umso geräumiger und mit schicken Ledersesseln ausgestattet. Wir machten es uns bequem, freundeten uns mit den Zugbegleiterinnen an und ließen es uns bei Keksen und Gebäck gut gehen.
Ruck zuck hatten wir nach vier Stunden Zugfahrt den Frankfurter Flughafen erreicht. Das Personal organisierte noch ganz unbürokratisch eine Hebebühne, die vom Werkschutz bedient wurde. So kamen wir ohne Schwierigkeiten aus dem Zug.
Kaum auf dem Bahnsteig angekommen, hatten wir eine leidende, blutende Oma an den Fersen, die etwas verloren wirkte und uns bat, sie zum Flughafen mitzunehmen. So steuerte Beate mit einer Reisetasche auf dem Schoß und Rucksack am Rollstuhl, Mirjam mit Rucksack auf dem Rücken und zwei Koffer ziehend eine Oma mit zwei Koffern im Schlepptau Richtung Lift, den wir dann einzeln benutzen mussten.
Nicht ganz einfach war es, sich um vier Uhr morgens auf dem menschenleeren Flughafen zurecht zu finden. Außerdem war unser und der CheckIn von Oma "jwd". Das brachte uns zu dem Vergnügen, den Skyliner zu benutzen. Im Dunkeln nicht besonders spektakulär. Wir hatten das Glück, dass uns andere Passagiere beim Einladen der diversen Gepäckstücke spontan halfen.
Am Check-in machten wir es uns mit Aussicht auf die dreistündige Wartezeit erst einmal bequem. Das Frühstück musste sowieso ausfallen, weil alles geschlossen war. Also packten wir das mitgebrachte Essen aus. Die ersten ungeduldigen Fluggäste bauten sich bereits vor den unbesetzten Schaltern auf. Dabei fielen uns zum ersten Mal die Bildschirme für das elektronische SelfCheckIn auf, denen wir jedoch weiter keine Beachtung schenkten.
Als die Schalter schließlich geöffnet wurden, stellten wir uns in die Schlange und merkten bald, dass wir uns vor dem CheckIn wohl doch mit der Elektronik beschäftigen müssten. Während Mirjam versuchte, mit drei Koffern, zwei Rucksäcken und den Pässen in der Hand in der Schlange vorzurücken, stürzte sich Beate todesmutig auf die Bildschirme. Nach einiger Zeit musste sie das elektronische CheckIn erfolglos abbrechen. Mittlerweile war Mirjam mit einigen Schwierigkeiten schon bis zum Schalter vorgerückt. Mit leichten Bedenken stellten wir die viel zu schweren Koffer und das Zusatzgepäck auf die Waage. Alles wurde bedenkenlos angenommen. Der Rollstuhl wurde als Handgepäck eingebucht und schon stand die Abholung bereit, um uns zum Gate zu begleiten.
Wir durften in einem speziellen Aufenthaltsraum warten und wurden mit kostenlosen Getränken verwöhnt.
Nach den obligatorischen Toilettengängen war es dann auch soweit und wir konnten unseren Spezialbus besteigen. Ein großer Flughafenbus für uns alleine brachte uns zum Flieger und kurz darauf nahmen wir unsere Plätze in der 15. Reihe ein. Dann kam das gemeine Fußvolk und wir konnten losfliegen.
Nach eineinhalb Stunden landeten wir sanft in London-Heathrow und dort stand tatsächlich der Rollstuhl schon bereit. Dann begann das Rennen durch den größten Flughafen Europas mit dem flinken John. Mit affenartiger Geschwindigkeit schossen wir durch Gänge, durchkreuzten Hallen und überholten lange Schlangen bei der Handgepäck-Kontrolle. Innerhalb weniger Minuten hatten wir unser Gate erreicht und hatten noch eine Stunde Zeit, uns auf der Behinderten-Toilette an einem Mini-Waschbecken frisch zu machen. Danach kam zum ersten mal die Master-Card zum Einsatz: Für die gewaltige Summe von 1,60 Pfund für zwei Flaschen Wasser.
Von weitem sahen wir schon unseren großen Flieger und bald konnten wir zwischen allen anderen auf unseren Platz in der 46. Reihe gebracht werden - immer in Begleitung des schnellen Johns. Gleich fielen uns die bequemen Sitze und das freundliche Personal von British Airways auf. Das riesige Bordprogramm mit diversen Filmen, CD’s, Radio und Fernsehen konnte jeder an seinem eigenen kleinen Bildschirm nutzen. Außerdem lag auf jedem Sitz ein Survival-Packet mit Schlafbrille, Socken und Zahnbürste.
Direkt nach dem Start gab es die ersten Getränke, bald darauf gefolgt von einem üppigen Mittagessen: Hähnchen Toskana mit Nudeln, Salat, Brötchen und Mousse au Chocolat-Torte. Kurz vor der Landung fielen uns nach über 20stündiger Reise fast die Augen zu aber wir wurden durch ein weiteres Essen wachgehalten: Gurkensandwiches und Getränke.
Kurz darauf erwartete uns der JFK-Flughafen in New York mit heftigen Winden und einer ziemlich unsanften Landung. Auch hier verlief alles reibungslos, der Rollstuhl stand parat und zügig brachte man uns zum Kofferband. Mit dem schweren Gepäck bewegten wir uns in gleicher Weise wie in Frankfurt zum Taxistand.
Ein uniformierter Taxi-Dispacher wies uns ein Yellow-Cap mit indischem Fahrer zu. Im typischen New Yorker Stau schlichen wir Richtung Manhattan. In zweiter Reihe parkend lud uns der Taxifahrer mitsamt Koffern und Rollstuhl vor dem Hotel Courtyard by Marriott in der 3rd Avenue aus und ehe wir uns versahen, hatte der Koffer-Boy unser Gepäck zur Rezeption gebracht. In der Zwischenzeit kam auch Mirjams Mastercard zu ihrem ersten Einsatz: Sie bezahlte die Fahrt vom Rücksitz des Taxis aus mit Hilfe eines Touch-Screens und Durchziehen der Mastercard.
An der Rezeption wollte man nicht einmal unseren schwer erarbeiteten Neckermann-Voucher und kurz darauf brachte uns der Koffer-Boy in die zwanzigste Etage zu unserem Rollstuhlzimmer 2018. Dort erwarteten uns ein Queensize-Bett, eine große Couch mit Tisch, Schreibtisch, Fernseher und ein Rollstuhl-Bad mit Formations-Ausmaßen, Roll-In-Shower und Klappsitz.
Nach der ersten Lagebeprechung und Katzenwäsche machten wir uns auf zum Concierge. Das war eine gute Idee, denn dort konnten wir gleich für den nächsten Tag unser Broadway-Musical “The Lion King” buchen. Nach einigem Flirten am Telefon erreichte er es, dass wir die Karten zum halben Preis bekamen und schon glühte wieder die Mastercard.
Ausgestattet mit einem City-Plan und Restaurant-Vorschlägen wurden wir auf den Big Apple losgelassen. Keine Sehenswürdigkeit in der näheren Umgebung wurde ausgelassen. Gleich am ersten Tag schossen wir an der St.-Patricks-Cathedral, am Rockefeller-Center und am Waldorf-Astoria vorbei.
Nach einer guten Stunde Sightseeing fassten wir den Entschluss, noch etwas zu essen um dann endlich ein Bett aufzusuchen. Leider hatten die meisten Restaurants um 17.00 Uhr noch geschlossen und so traten wir mit zwei Baguettes und Obstalat zum Nachtisch den Rückweg zum Hotel an.
Mit dem Anschließen des Laptops und des Heizkissens kamen schon gleich beide Weltstecker zum Einsatz.
Wir machten es uns auf dem Bett bequem, verspeisten unsere Mitbringsel und schon fielen Mirjam die Augen zu. Damit war um 20.00 Uhr nach fast 40 Stunden Aufsein die Nachtruhe endlich eingeläutet.
Nach einigem Hin und Her konnten wir sogar alle Koffer samt Rollstuhl im BMW von Many unterbringen.
Überpünktlich trafen wir am Badischen Bahnhof in Basel ein. Das war auch bitter nötig, denn leider hatten wir es versäumt, eine Hebebühne zu reservieren. Rolf, der Retter in der Not organisierte kurzerhand telefonisch besagtes Utensil mit zugehörigem Helfer. Das Verfrachten von Koffer und Rollstuhlfahrer musste in zwei Minuten geschehen, denn mehr Aufenthalt hatte der ICE in Basel nicht. Dafür war unser Rollstuhl-Abteil aber umso geräumiger und mit schicken Ledersesseln ausgestattet. Wir machten es uns bequem, freundeten uns mit den Zugbegleiterinnen an und ließen es uns bei Keksen und Gebäck gut gehen.
Ruck zuck hatten wir nach vier Stunden Zugfahrt den Frankfurter Flughafen erreicht. Das Personal organisierte noch ganz unbürokratisch eine Hebebühne, die vom Werkschutz bedient wurde. So kamen wir ohne Schwierigkeiten aus dem Zug.
Kaum auf dem Bahnsteig angekommen, hatten wir eine leidende, blutende Oma an den Fersen, die etwas verloren wirkte und uns bat, sie zum Flughafen mitzunehmen. So steuerte Beate mit einer Reisetasche auf dem Schoß und Rucksack am Rollstuhl, Mirjam mit Rucksack auf dem Rücken und zwei Koffer ziehend eine Oma mit zwei Koffern im Schlepptau Richtung Lift, den wir dann einzeln benutzen mussten.
Nicht ganz einfach war es, sich um vier Uhr morgens auf dem menschenleeren Flughafen zurecht zu finden. Außerdem war unser und der CheckIn von Oma "jwd". Das brachte uns zu dem Vergnügen, den Skyliner zu benutzen. Im Dunkeln nicht besonders spektakulär. Wir hatten das Glück, dass uns andere Passagiere beim Einladen der diversen Gepäckstücke spontan halfen.
Am Check-in machten wir es uns mit Aussicht auf die dreistündige Wartezeit erst einmal bequem. Das Frühstück musste sowieso ausfallen, weil alles geschlossen war. Also packten wir das mitgebrachte Essen aus. Die ersten ungeduldigen Fluggäste bauten sich bereits vor den unbesetzten Schaltern auf. Dabei fielen uns zum ersten Mal die Bildschirme für das elektronische SelfCheckIn auf, denen wir jedoch weiter keine Beachtung schenkten.
Als die Schalter schließlich geöffnet wurden, stellten wir uns in die Schlange und merkten bald, dass wir uns vor dem CheckIn wohl doch mit der Elektronik beschäftigen müssten. Während Mirjam versuchte, mit drei Koffern, zwei Rucksäcken und den Pässen in der Hand in der Schlange vorzurücken, stürzte sich Beate todesmutig auf die Bildschirme. Nach einiger Zeit musste sie das elektronische CheckIn erfolglos abbrechen. Mittlerweile war Mirjam mit einigen Schwierigkeiten schon bis zum Schalter vorgerückt. Mit leichten Bedenken stellten wir die viel zu schweren Koffer und das Zusatzgepäck auf die Waage. Alles wurde bedenkenlos angenommen. Der Rollstuhl wurde als Handgepäck eingebucht und schon stand die Abholung bereit, um uns zum Gate zu begleiten.
Wir durften in einem speziellen Aufenthaltsraum warten und wurden mit kostenlosen Getränken verwöhnt.
Nach den obligatorischen Toilettengängen war es dann auch soweit und wir konnten unseren Spezialbus besteigen. Ein großer Flughafenbus für uns alleine brachte uns zum Flieger und kurz darauf nahmen wir unsere Plätze in der 15. Reihe ein. Dann kam das gemeine Fußvolk und wir konnten losfliegen.
Nach eineinhalb Stunden landeten wir sanft in London-Heathrow und dort stand tatsächlich der Rollstuhl schon bereit. Dann begann das Rennen durch den größten Flughafen Europas mit dem flinken John. Mit affenartiger Geschwindigkeit schossen wir durch Gänge, durchkreuzten Hallen und überholten lange Schlangen bei der Handgepäck-Kontrolle. Innerhalb weniger Minuten hatten wir unser Gate erreicht und hatten noch eine Stunde Zeit, uns auf der Behinderten-Toilette an einem Mini-Waschbecken frisch zu machen. Danach kam zum ersten mal die Master-Card zum Einsatz: Für die gewaltige Summe von 1,60 Pfund für zwei Flaschen Wasser.
Von weitem sahen wir schon unseren großen Flieger und bald konnten wir zwischen allen anderen auf unseren Platz in der 46. Reihe gebracht werden - immer in Begleitung des schnellen Johns. Gleich fielen uns die bequemen Sitze und das freundliche Personal von British Airways auf. Das riesige Bordprogramm mit diversen Filmen, CD’s, Radio und Fernsehen konnte jeder an seinem eigenen kleinen Bildschirm nutzen. Außerdem lag auf jedem Sitz ein Survival-Packet mit Schlafbrille, Socken und Zahnbürste.
Direkt nach dem Start gab es die ersten Getränke, bald darauf gefolgt von einem üppigen Mittagessen: Hähnchen Toskana mit Nudeln, Salat, Brötchen und Mousse au Chocolat-Torte. Kurz vor der Landung fielen uns nach über 20stündiger Reise fast die Augen zu aber wir wurden durch ein weiteres Essen wachgehalten: Gurkensandwiches und Getränke.
Kurz darauf erwartete uns der JFK-Flughafen in New York mit heftigen Winden und einer ziemlich unsanften Landung. Auch hier verlief alles reibungslos, der Rollstuhl stand parat und zügig brachte man uns zum Kofferband. Mit dem schweren Gepäck bewegten wir uns in gleicher Weise wie in Frankfurt zum Taxistand.
Ein uniformierter Taxi-Dispacher wies uns ein Yellow-Cap mit indischem Fahrer zu. Im typischen New Yorker Stau schlichen wir Richtung Manhattan. In zweiter Reihe parkend lud uns der Taxifahrer mitsamt Koffern und Rollstuhl vor dem Hotel Courtyard by Marriott in der 3rd Avenue aus und ehe wir uns versahen, hatte der Koffer-Boy unser Gepäck zur Rezeption gebracht. In der Zwischenzeit kam auch Mirjams Mastercard zu ihrem ersten Einsatz: Sie bezahlte die Fahrt vom Rücksitz des Taxis aus mit Hilfe eines Touch-Screens und Durchziehen der Mastercard.
An der Rezeption wollte man nicht einmal unseren schwer erarbeiteten Neckermann-Voucher und kurz darauf brachte uns der Koffer-Boy in die zwanzigste Etage zu unserem Rollstuhlzimmer 2018. Dort erwarteten uns ein Queensize-Bett, eine große Couch mit Tisch, Schreibtisch, Fernseher und ein Rollstuhl-Bad mit Formations-Ausmaßen, Roll-In-Shower und Klappsitz.
Nach der ersten Lagebeprechung und Katzenwäsche machten wir uns auf zum Concierge. Das war eine gute Idee, denn dort konnten wir gleich für den nächsten Tag unser Broadway-Musical “The Lion King” buchen. Nach einigem Flirten am Telefon erreichte er es, dass wir die Karten zum halben Preis bekamen und schon glühte wieder die Mastercard.
Ausgestattet mit einem City-Plan und Restaurant-Vorschlägen wurden wir auf den Big Apple losgelassen. Keine Sehenswürdigkeit in der näheren Umgebung wurde ausgelassen. Gleich am ersten Tag schossen wir an der St.-Patricks-Cathedral, am Rockefeller-Center und am Waldorf-Astoria vorbei.
Nach einer guten Stunde Sightseeing fassten wir den Entschluss, noch etwas zu essen um dann endlich ein Bett aufzusuchen. Leider hatten die meisten Restaurants um 17.00 Uhr noch geschlossen und so traten wir mit zwei Baguettes und Obstalat zum Nachtisch den Rückweg zum Hotel an.
Mit dem Anschließen des Laptops und des Heizkissens kamen schon gleich beide Weltstecker zum Einsatz.
Wir machten es uns auf dem Bett bequem, verspeisten unsere Mitbringsel und schon fielen Mirjam die Augen zu. Damit war um 20.00 Uhr nach fast 40 Stunden Aufsein die Nachtruhe endlich eingeläutet.
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